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Brandenburg/Havel Scheune und Straße sind an der Reihe
Lokales Brandenburg/Havel Scheune und Straße sind an der Reihe
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00:17 17.05.2017
Architektin Heidrun Fleege erläutert die anstehende Sanierung der Scheune gegenüber der Fachwerk-Kita. Quelle: Silvia Zimmermann
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Ziesar

Gleich zwei markante Bauvorhaben wurden am vergangenen Sonnabend beim 3. Tag der Städtebauförderung in Ziesar den interessierten Besuchern vorgestellt. Beide Objekte befinden sich im Sanierungsgebiet der Stadt Ziesar und werden mit Städtebaufördermitteln von Bund und Land sowie mit kommunalen Eigenmitteln saniert.

Im Mittelpunkt der Betrachtungen stand die Bardelebensche Gutsanlage. Architektin Heidrun Fleege stellte den Anwesenden das Projekt zur Sanierung der Scheune vor. „Diese Gutsanlage entstand im 16. Jahrhundert und der Bischof von Ziesar übergab diese den Brüdern von Bardeleben. Heute ist noch das Gutshaus, das als Kita genutzt wird und verschiedene Nebengebäude vorhanden. Die Scheune, die als Lagerraum genutzt wird, hat einen hohen Sanierungsbedarf “, hörten die Anwesenden. Dieses Gebäude wurde 1850 gebaut und mehrfach durch Umbau verändert.

„An dem Haus können wir viele Zeitschienen und ihre Nutzungseinheiten ablesen“, so Fleege. So muss das Dach erneuert werden. Die Sparrenköpfe sind mit Holzschädlingen befallen und müssen ausgewechselt werden. Das Mauerwerk zeigt viele Schäden und hat an vielen Stellen eine Sanierung nötig. Die Türen und das große Tor müssen auch erneuert werden. Ehemalige Öffnungen zum Nachbargrundstück müssen wegen der Bestimmungen im Brandenburger Baurecht geschlossen werden.

So sieht es derzeit im Frauentor aus, wo für den Steinbach im Zuge der Straßensanierung ein neuer Durchlass gebaut wird. Quelle: Silvia Zimmermann

„Die Ausschreibung laufen bereits, so dass unmittelbar nach der Auswertung mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann“, sagte Fleege. Der Ziesaraner Otto Nittmann erinnerte sich noch an den Originalzustand des einst landwirtschaftlich genutzten Gebäudes und fügte hinzu, dass nach Kriegsende weitere bauliche Veränderungen hinzukamen.

Nur wenige Meter entfernt vom Gutshof befindet sich die Straßenbaustelle im Frauentor. Am 24. April begann die Firma Grigat Bau mit den Sanierungsarbeiten der Straße. Die Arbeiten beinhalten unter anderem die Erneuerung des Durchlass für den Steinbach, die Schmutz –und Trinkwasserleitung und die Elektroversorgung. Zurzeit klafft in der Straße ein großes Loch. „Wir hatten ein riesiges Wasserproblem und waren buchstäblich abgesoffen. Wir haben die Wassermengen unterschätzt, die der Steinbach mit sich führt. Der Regen in den letzten Tagen verschlimmerte alles noch viel mehr. So haben wir seit einigen Tagen vier leistungsstarke Pumpen im Einsatz, die das Wasser abpumpen. Wir haben jetzt alles wieder im Griff“, erklärte Lars Schragow, Geschäftsführer der Baufirma Grigat Bau den Anwesenden.

Grigat-Bau-Geschäftsführer Lars Schragow erklärt Besuchern die Straßenbaustelle im Frauentor. Quelle: Silvia Zimmermann

Die Anwohner, wie die Familien Krüger und Kabelitz, leiden unter dem Lärm des Pumpbetriebes vor allem in den Nachtstunden. Die Bauzeit wird bis Ende September dauern und die Baukosten sind mit rund 420 000 Euro veranschlagt. Die Straße wird wie vor dem Burg Hotel mit einer Schwarzdecke versehen. Die Gehwege erhalten Betonplatten. „Die ehemalige Brücke und die Brückenböschung wird etwas anders gestaltet“, sagte Schragow. Diese Baustelle konnte von den Besuchern nur durch den Sicherungszaun betrachtet werden.

„In die Stadt Ziesar flossen seit 1995 über 20 Millionen Fördergelder. Weiterhin kamen Gelder aus anderen Fördertöpfen hinzu. Mit diesem Aktionstag können die Städte auf sanierte Objekte aufmerksam machen“, so Ralf Schmidt vom Berliner Sanierungsträger EWS. Nach der Veranstaltung lud Bürgermeister Dieter Sehm alle Anwesenden zu einem kleinen Imbiss in die Kita Villa Regenbogen ein. Hier fanden weitere interessante Gespräche zu den Bauarbeiten statt.

Von Silvia Zimmermann

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