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Brandenburg/Havel Schicksal, Schuld und Sühne: Schüler spielen König Ödipus am Brechtgymnasium
Lokales Brandenburg/Havel Schicksal, Schuld und Sühne: Schüler spielen König Ödipus am Brechtgymnasium
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17:16 23.03.2018
Schüler des Bertolt-Brecht-Gymnasiums bei der Theateraufführung. Quelle: Tobias Wagner
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Brandenburg/H

Schon Aristoteles bezeichnete Sophokles’ König Ödipus als das „Ideal einer Tragödie“. Bis heute ist der Stoff Grundlage zahlreicher Bearbeitungen und Auseinandersetzungen. Denn das Stück ist nicht nur ein spannendes Enthüllungsdrama. In seiner Dialektik von Schein und Sein, Erkenntnis und Schuld wirft es große Fragen auf, auch nach gesellschaftlichem Handeln, die bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben.

Freie Interpretation eines Klassikers

Am Donnerstag führten die Zwölftklässler des Kurses „Darstellendes Spiel“ unter Leitung von Silke Schade ihre freie Interpretation des Stoffes in der Aula des Bertolt-Brecht-Gymnasiums auf. Etwa 100 Gäste, unter ihnen Eltern, Schüler und Lehrer, sahen eine Version, die deutlich an die Moderne angepasst wurde.

Die Verse enthielten nicht nur aktuelle Jugendsprache, sondern auch Bezüge zu Zeitgenössischem. Die Schüler waren lediglich in Schwarz und Weiß gekleidet, bis auf ein paar Kopfbedeckungen verzichtete man auf Bühnendekoration. Mit minimalen Mitteln wurde hier viel geschaffen.

„Das Originalstück hat außerdem viel weniger Protagonisten“, sagt Schade, Leiterin des Theaterunterrichts. „In unserer Aufführung stehen insgesamt 22 Schüler auf der Bühne“.

Die Schüler bleiben bei der Sache

Zu jedem Zeitpunkt ließ sie sämtliche Darsteller vor dem Publikum agieren – denn das Stück lebt vom Chor. Die Schüler sprachen und gestikulierten hauptsächlich als Einheit. Das sei ein gutes Mittel, um alle beschäftigt zu halten. „Schließlich sollen die Schüler bei der Sache bleiben“, sagt Schade. „Es soll ihr Stück sein“.

Insgesamt zwei Schuljahre feilten die Schüler an ihrem Stück. Anfangs seien diese noch skeptisch gewesen. Viele fühlten sich der Länge des Stückes mit seinen elf Szenen nicht gewachsen. Der Humor des Ausgangsmaterials hätte die Kursteilnehmer jedoch schlussendlich überzeugt. Dieser wurde beibehalten und durch aktuelle Begrifflichkeiten noch gesteigert.

Das Selbstbewusstsein der Akteure gestärkt

„Die Arbeit im Kurs Darstellendes Spiel macht viel aus in der Entwicklung eines jungen Menschen“, sagt Schade. Das merke man vor allem an der stetig zunehmenden Präsenz der einzelnen Darsteller auf der Bühne. Doch nicht nur im Schauspiel ist die Entwicklung wahrnehmbar. „Ich war früher in mich gekehrt“, sagt Ina Kruszhe. Die 18-Jährige nimmt seit der 10. Klasse am Theaterunterricht teil. „Durch den Kurs bin ich viel selbstbewusster geworden“.

Von Tobias Wagner

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