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Schlagerstar lässt Buga-Herzen höher schlagen

Patrick Lindner dreht auf dem Buga-Gelände Schlagerstar lässt Buga-Herzen höher schlagen

Er ist einer der großen Stars der deutschen Schlagerszene. Nun stattete Patrick Lindner der Buga-Stadt Brandenburg an der Havel einen Besuch ab. Hier drehte der 54-Jährige nicht nur ein Musikvideo, sondern nahm sich auch noch Zeit für einen ausgiebigen Stadtbummel - und für die Menschen, die ihn reihenweise um Fotos und Autogramme baten.

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Volksnah und herzlich: Patrick Lindner gut gelaunt mit Fans vor dem Aufgang zum Marienberg.

Quelle: V. Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Ein Foto hier, ein netter Plausch da. Patrick Lindner genießt seinen Aufenthalt in Brandenburg an der Havel sichtlich. Natürlich kann er keine zehn Meter laufen, ohne von sichtlich aufgeregten Mittsechzigern gestoppt zu werden. „Mensch, gut sehen Sie aus, Herr Lindner. So schön schlank!“, entfährt es einer aus der Hauptstadt angereisten Dame. „Ich hab’ für ’Let’s dance’ ja auch ordentlich trainiert“, flötet der Star lächelnd zurück.

„Ich mache das gern, alles gut“, versichert der 54-Jährige bestens gelaunt am Fuße des Marienbergs. Eine Produktion für den Fernsehsender MDR hat ihn in die Havelstadt gebracht. Hier dreht er am Mittwoch auf beiden Buga-Arealen ein Musikvideo und anschließend mit Lebenspartner und Manager Peter Schäfer noch eine ausgiebige Runde durch die Brandenburger City.

„Wunderschön“ sei die Stadt, angenehm zurückhaltend zudem die Menschen hier. Wer sich doch traut, nach einem gemeinsamen Foto oder Autogramm zu fragen, wird natürlich bedient – stets herzlich und mit einem Lächeln auf den Lippen. Auch wenn Lindner und Schäfer nach ihrer Ankunft kurz Bekanntschaft mit dem den Brandenburgern eigenen Charme machen dürfen. „Als wir durch die Plauer Straße fahren, springt plötzlich einer vor den Wagen und hämmert wie wild an die Scheibe“, berichtet der Schlagerbarde.

Dieses Erlebnis und, dass Lindner die umstrittene Verkehrsregelung auch nach detaillierter Beschreibung nicht so recht einleuchten will, bleiben die einzigen Negativerlebnisse während des anderthalbtägigen Brandenburg-Besuchs.

Eigentlich wollte der Sänger bereits am Dienstag anreisen, erfüllte dann aber dem kürzlich verstorbenen Münchner Feinkost-König Gerd Käfer einen seiner im Testament festgehaltenen letzten Wünsche und sang „Sag beim Abschied leise Servus“ auf dessen Trauerfeier. Froh, die Havelstadt mit ausgiebigen Spaziergängen erkundet zu haben, ist der Schlagerstar darum umso mehr: „Wir haben selten die Zeit, uns die Orte, in die wir reisen, wirklich intensiv anzuschauen.“

Vom Koch zum Schlagerstar

Friedrich Günther Raab – so heißt der Schlagerstar Patrick Lindner (54) mit richtigem Namen.
Patrick Lindner adoptierte 1998 einen russischen Waisenjungen – und zog ihn gemeinsam mit seinem damaligen Partner Michael Link auf. 2005 trennte sich das Paar. Heute ist Peter Schäfer der „zweite Papa“ von Daniel. Schäfer hat noch einen leiblichen Sohn, der mittlerweile erwachsen ist.
Was viele nicht wissen: Lindner arbeitete zunächst als Koch, bis ihm 1989 beim Grand Prix der Volksmusik mit dem Lied „Die kloane Tür zum Paradies“ der Durchbruch gelang.
Die Sendung „Musik für Sie“ mit dem in Brandenburg gedrehten Buga-
Clip läuft am 19. Juni um 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen.
Am 16. Dezember kommt Patrick Lindner erneut nach Brandenburg – dann spielt er bei den „Sternstunden zur Weihnachtszeit“. Karten sind bereits in der MAZ-Ticketeria, Sankt-Annen-Galerie, erhältlich.

So erinnert er sich bis Mittwoch beim Stichwort Brandenburg auch lediglich an den Stahlpalast, eine „etwas andere Location“, in der er schon häufiger auf der Bühne stand – und das zumeist in den wenig ansehnlichen Wintermonaten. Die Unkenntnis hat sich mit dem jüngsten Besuch nun grundlegend in – keineswegs aufgesetzte – Begeisterung gewandelt. Beeindruckt zeigt sich Patrick Lindner von beiden Buga-Arealen, von denen ihm vor allem der Weinberg auf dem Trinkwasser-Hochbehälter in Erinnerung bleiben wird.

Doch auch das restliche Stadtbild hat es ihm angetan. „Den Bummel haben wir sehr genossen“, sagt Lindner in die vormittägliche Sonne hinein und kann fast gar nicht mehr aufhören, von all den wunderschönen alten und neuen Häusern zu schwärmen.

Dass der Münchner weiß, wie das Dolce Vita funktioniert, bedingt schon seine Herkunft. Die Stadtbesichtigung klingt deshalb natürlich standesgemäß bei einem Glas Aperol Spritz in der Werft und anschließendem Abendessen auf der Terrasse des Restaurants Toto auf der gegenüberliegenden Havelseite aus. Auch für diesen Ausblick vergibt Lindner das Prädikat „wunderschön“.

Was er aus der Havelstadt mitnehmen wird? „Eine ganze Menge guter Gedanken“, sagt der Sänger. Zum Abschied macht Lindner noch eine Hannoveraner Buga-Besucherin glücklich. Dann geht es mit dem Auto nach Hofgeismar zum Hessentag. „Dort ist es auch schön, aber wir haben bestimmt nicht so viel Zeit, die Stadt zu erkunden.“

Von Philip Rißling

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