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Schlau-Betriebsrat verhandelt für 60 Kollegen

Brandenburg an der Havel Schlau-Betriebsrat verhandelt für 60 Kollegen

Als „äußerst schwierig“ beschreibt der Betriebsrat der Unternehmensgruppe Brüder Schlau in Schmerzke die Verhandlungen mit der Geschäftsleitung zum Sozialplan und Interessenausgleich. Beide Seiten haben sich noch nicht darüber verständigen können, wie die Härten ausgeglichen werden, die aus der Schließung des Brandenburger Zentrallagers resultieren.

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Das Unternehmen Schlau gibt sein Zentrallager in Schmerzke auf und konzentriert sich auf Wustermark.

Quelle: JAST

Brandenburg/H. Als „äußerst schwierig“ beschreibt der Betriebsrat im Lager- und Logistikzentrum der Unternehmensgruppe Brüder Schlau in Schmerzke die Verhandlungen mit der Geschäftsleitung zum Interessenausgleich und zum Sozialplan. Beiden Seiten haben sich demnach noch nicht darüber verständigen können, wie die Härten womöglich ausgeglichen werden, die aus der Schließung des Brandenburger Standortes resultieren.

Seit mehr als zwanzig Jahren unterhält die Unternehmensgruppe Brüder Schlau aus dem westfälischen Porta Westfalica ein Zentrallager auf einer Fläche von 64000 Quadratmetern direkt am Autobahnzubringer B 102 im Industriegebiet Schmerzke. Im September gab das Unternehmen bekannt, dass es sein Logistikzentrum in Wustermark um fast das Vierfache erweitert und damit die beiden Zentrallager in Schmerzke und Spandau mit der dortigen Eröffnung aufgeben wird.

Diese Konzentration auf nur noch einen großen Standort trifft etwa 60 Beschäftigte der Gesellschaften „Schlau Lager GmbH & Co KG“ und „Schlau Speditions GmbH & Co KG“ in Schmerzke. Zur Belegschaft, die im Drei-Schicht-System arbeitet, gehören das Stammpersonal mit 25 Mitarbeitern und einem Azubi im Warenlager, 17 Kraftfahrern und knapp zwanzig Aushilfen und Zeitarbeitskräften.

Deren Interessen vertritt ein Betriebsrat. Nach Angaben des Vorsitzenden Andreas Roggenbuck geht es dabei nicht um betriebsbedingte Kündigungen, zumal der Arbeitgeber den Brandenburger Mitarbeitern die Weiterbeschäftigung in Wustermark angeboten hat.

Der Betriebsrat möchte die Folgen der angekündigten Betriebsänderung sozial abgefedert wissen und in einem Sozialplan mit Interessenausgleich die Bedingungen festlegen, unter denen die Beschäftigten ihren Arbeitsort voraussichtlich im nächsten Jahr wechseln. Nach Angaben des Betriebsrates ist noch unklar, wer aus der Belegschaft mitgeht und wer nicht. Die meisten leben nämlich in der Stadt Brandenburg oder der näheren Umgebung.

Während der Betriebsrat die Verhandlung mit der Geschäftsleitung als „sehr schwierig“ bezeichnet, äußert sich das Unternehmen gar nicht. Die MAZ hatte gefragt nach dem Stand der Verhandlung und der Zahl der Mitarbeiter, die das Angebot zur Weiterbeschäftigung in Wustermark angenommen hat. Auch zur Frage, was die Brüder Schlau mit ihrer großen Liegenschaft in Schmerzke machen wollen, wird nicht beantwortet. Nicht von der Schließung betroffen ist die kleine Außenstelle der Brüder Schlau in der Krakauer Landstraße.

Von Jürgen Lauterbach

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