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Schlaues Schloss steckt in den Speichen

Brandenburger Firma vermarktet ihre Erfindung Schlaues Schloss steckt in den Speichen

Die Erfinder des mutmaßlich sichersten und bequemsten Fahrradschlosses kommen aus Brandenburg an der Havel - und stehen mit ihrem Produkt unmittelbar vor der Marktreife. Im August soll die Crowdfunding-Kampagne beginnen, also das Sammeln von Startkapital, um das schlaue Schloss erfolgreich vermarkten zu können.

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Christian Anuth (vorn) mit schlauem Fahrradschloss und den Mitstreitern (v. links) Christian Werner, Maria Leye und Markus Weintraut.

Quelle: privat

Brandenburg an der Havel. Vor knapp zwei Jahren hatten Christian Anuth, Markus Weintraut und Thomas Just für ihre Erfindung den Innovationspreis erhalten. Die Fachhochschule Brandenburg (FHB) belohnte damit die Idee eines elektronischen Fahrradschlosses, das sich im richtigen Moment ohne Berührung öffnet und automatisch wieder verschließt.

Zwei Sommer später sind Christian Anuth (31), Christian Werner (31), Maria Leye (27) und Markus Weintraut (28) noch mit von der Radpartie.„Wir haben einen funktionierenden Prototypen und müssen nur noch Kleinigkeiten zu Ende entwickeln“, berichtet Christian Anuth, der wie Markus Weintraut an der FHB studiert hat.

„I lockt it“, also „Ich schließ’ es ab“ heißt die Erfindung des Brandenburger Unternehmens. „Ich“ ist dabei jenes Wunderschloss, das selbst montiert werden kann und Hobby-Radlern gerade in Städten Sicherheit und Komfort bieten soll. Es wird fest am Fahrrad installiert und mit dem eigenen Smartphone oder Funkschlüssel bedient. Entfernt sich der Eigentümer von seinem Fahrrad, schließt das Schloss automatisch und öffnet sich erst wieder, wenn der Besitzer zurückkehrt. Alles automatisch, also ohne Suche nach dem Schlüssel und filigranem Fädeln durch Speichen und Rahmen.

Vergreift sich ein Fremder an dem Fahrrad, schrillt ein Alarmgeräusch. „Sehr laut“, versichert Anuth. „Mit „I lock it“ gehört das eigene Fahrrad nicht zu den jährlich mehr als 300.000 Rädern, die in Deutschland als gestohlen gemeldet werden“, versichert er.

Crowdfunding

Crowdfunding ist eine Methode der Geldbeschaffung, um Projekte, neue Produkte oder die Umsetzung von Geschäftsideen zu finanzieren. Kapitalgeber sind eine Vielzahl von Menschen – in der Regel Internetnutzer, da zum Crowdfunding im Internet aufgerufen wird.

Sein Team hat die eigene Idee mit einem Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums weiter entwickelt und inzwischen die Patentanmeldung eingereicht. Folgen soll die Zertifizierung für den europäischen Markt. Der übernächste Schritt ginge über den großen Teich nach Amerika.

Anfang 2016 möchte die Firma Haveltec mit ihrem Schloss in Serie gehen und im günstigen Fall Zulieferer finden, die „I lock it“ einarbeiten, so dass die Endverbraucher das Schloss nicht einmal selbst montieren müssten.

Erst einmal soll im August die Crowdfunding-Kampagne (Info-Kasten) auf der Internetseite Indiegogo starten. Zur weiteren Perfektionierung wünschen sich Christian Anuth und seine Mitstreiter einen Gedankenaustausch mit ihren Kunden und Unterstützern, die das Schloss und dessen Markteinführung finanziell begleiten sollen. Im Gegenzug würden sie unter 100 Euro für „I lock it“ bezahlen bei einem späteren Verkaufspreis von 159 Euro oder mehr.

Von Jürgen Lauterbach

Info

Auf www.ilockit.bike können Interessierte sich mit Ihrer Mailadresse anmelden. Nach Angaben von Haveltec werden sie dann über den Start und den Verlauf der Kampagne auf dem Laufenden gehalten.

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