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Brandenburg/Havel Schlote-Mitarbeiter streiken für Tariflöhne
Lokales Brandenburg/Havel Schlote-Mitarbeiter streiken für Tariflöhne
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18:49 19.03.2018
Schlote-Mitarbeiter streiken am Montag für einen tarifgebundenen Lohn. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Mitarbeiter des Automobilzulieferers Schlote in Brandenburg/Havel haben am Montag für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt.

Etwa 50 Menschen folgen dem Aufruf der IG Metall und versammeln sich zum Beginn der Spätschicht zum zweistündigen Warnstreik vor dem Werktor. Ziel ist der Abschluss eines Tarifvertrages mit besserer Bezahlung als bisher.

>>LESEN SIE AUCH: Schlote gibt Gas mit ZF, Porsche und VW

Das zur Schlote-Gruppe in Niedersachsen gehörende Werk in der Einsteinstraße besteht seit 2006 und produziert Druckgussformen für das ZF-Getriebewerk, für VW, Audi, Land Rover und demnächst für Skoda. Etwa 170 Mitarbeiter sind am Standort beschäftigt. Vor anderthalb Jahren hat die Belegschaft einen Betriebsrat gewählt, der die Forderung nach „mehr Geld“ für die Beschäftigten unterstützt. „Schlote ist kein schlechter Arbeitgeber, aber er müsste noch attraktiver sein“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Detlef Raehse (59). Die Aussage ist besonders auf die Bezahlung gemünzt.

Die Schlote-Beschäftigten verdienen nach Angaben von IG-Metallerin Stefanie Jahn 30 bis 40 Prozent weniger als ihre Kollegen beim Nachbarn ZF, die tarifgebunden sind. Bei Schlote gebe es kein 13. oder 14. Monatsgehalt, der durchschnittliche Lohn liegt bei 9 bis 10 Euro pro Stunde plus Schicht- und anderer Zuschläge. Das sei deutlich schlechter als am Schlote-Stammsitz in Harsum und im tarifgebundenen Werk Saarbrücken.

Ziel des ersten Arbeitskampfes im Brandenburger Schlote-Werk ist der Abschluss eines Tarifvertrages nach einem „Stufenplan, der in Richtung volles Flächenniveau geht“, wie Stefanie Jahn erläutert.

Die 1. Bevollmächtigte der IG-Metall berichtet, dass es Geschäftsführer Jürgen Schlote zweimal abgelehnt habe, über einen Tarifvertrag für den Vier-Schicht-Betrieb in Brandenburg zu verhandeln. Ein solcher sei nicht erforderlich, habe der Unternehmenschef der Gewerkschaft geschrieben.

„Der Arbeitgeber will eine Kraftprobe und die kann er auch bekommen so oft es sein muss“, kündigt Stefanie Jahn an.

Von Jürgen Lauterbach

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