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Schmerzker warten auf Behörde

Brandenburg an der Havel Schmerzker warten auf Behörde

Die Schmerzker Feuerwehrleute weihen ihr neues Gerätehaus ein – mit einem zünftigen Dorffest, denn sie haben lange auf diesen Tag gewartet. Immer wieder mussten sie zugunsten anderer Projekte zurücktreten, nun waren sie als drittletzte an der Reihe. Es fehlt aber noch die Abnahme durch die Baubehörde – so lange bleiben die Einsatzwagen vor dem Haus stehen.

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Kleinere Wettkämpfe speziell für die Nachwuchs-Feuerwehrleute gab es am Sonnabendnachmittag in Schmerzke auch.
 

Quelle: Brigitte Einbrodt

Brandenburg/H.  „Na endlich.“ Schulterklopfen, Händeschütteln. Ernst Wegerer, Ortsvorsteher in Schmerzke, nimmt die vielen Glückwünsche für die etwa tausend Bewohner des eingemeindeten Ortes entgegen. Im Alten Dorf wurde am Sonnabend die Übergabe des neuen Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr gefeiert, mit allem, was zu einem zünftigen Dorffest dazugehört: Kaffee, selbstgebackener Kuchen, Disko und lautstark angefeuerte Wettkämpfe der Kindergruppe der Feuerwehr.

Lange mussten sie auf diesen Tag warten, sagte Wegerer, der als Vereinsvorsitzender ehrenamtlich seit vielen Jahren aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert arbeitet. Das alte Gerätehaus steht gleich gegenüber, wurde noch selbst gebaut, mit Hilfe der damaligen LPG sowie dem Meliorations- und Gartenbaubetrieb. Das war solide Arbeit und von außen noch heute recht ansehnlich, erfüllte aber längst weder die neuen technischen noch die sanitären Anforderungen für die Freiwilligen, zum Beispiel in den Umkleideräumen.

Für 600 000 Euro von der Stadt aus dem eigenen Haushalt finanziert mussten sie doch etliche Jahre warten, weil es immer wieder dringlichere Projekte gäbe. „Wir haben viel Geduld aufgebracht“, sagte Mario Piller, seit Februar 2016 als Wehrleiter im Amt. Zuletzt traten sie vor ein paar Jahren zu Gunsten der Gollwitzer Feuerwehrleute zurück – erst sollte deren Unterkunft gebaut werden. Für zwei parallele Projekte fehlte der Stadt das Geld.

Seit 1997 wurden sie immer wieder vertröstet. „Aber wir brauchten das neue Haus, weil es größer ist, und deshalb die beiden Fahrzeuge nebeneinander stehen können, nicht mehr hintereinander“, erklärte Piller. So sparen sie kostbare Zeit beim Alarm. Zum Beispiel, wenn sie bei Unfällen auf der nahen Autobahn gebraucht werden, um Leben zu retten.

Der letzte heftige Löscheinsatz war für die Schmerzker Feuerwehrleute im vergangenen Sommer, als Kinder Heuballen beim Rauchen in Brand gesetzt hatten.

Mario Piller ist seit 30 Jahren in Schmerzke bei der Freiwilligen Feuerwehr dabei. In seiner ruhigen, sachlichen Art erklärt er, wie selbstverständlich das für ihn sei. Aber Gedanken macht auch er sich wie Ernst Wegerer um den Nachwuchs. Es sei heute nicht mehr so selbstverständlich, ehrenamtlich und zuverlässig so viele Stunden Freizeit im Verein zu verbringen, hörte man auch in Gesprächen der Bewohner und Gäste beim Feuerwehrfest. Sorgen müssen sie sich in Schmerzke noch nicht, aber aufmerksam auch solche Feste nutzen, um die Jungen und Mädchen neugierig zu machen. Von den 97 Vereinsmitgliedern seien 17 aktiv dabei, sieben üben außerdem regelmäßig in der Kinder-und 12 in der Jugendgruppe. „Wir hoffen, dass sie dableiben“, sagte Mario Piller und mit einem verschmitzten Seitenblick ergänzt er: „Vor allem aber werde ich dafür sorgen, Ernst Wegerer nicht wegzulassen.“

Nun muss nur noch auf die Abnahme der Bauaufsicht gewartet werden, doch da sind die Schmerzker Feuerwehrleute zuversichtlich. Dann dürfen das Tanklöschfahrzeug und der Mannschaftstransportwagen in die neue „Garage“.

Von Brigitte Einbrodt

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