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Brandenburg/Havel Schöner Wohnen in alter Seifenfabrik
Lokales Brandenburg/Havel Schöner Wohnen in alter Seifenfabrik
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00:20 01.10.2017
Hat einen hohen Anspruch an das Wohn- und Gewerbeobjekt im Deutschen Dorf: Bauherr Ralf Pape vor der ehemaligen Seifenfabrik. Quelle: Tobias Wagner
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Brandenburg/H

Ein Schmuckstück entsteht im Deutschen Dorf. Die ehemalige Seifenfabrik wird in ein Wohn- und Geschäftsbau umgewandelt. „Alle Wohnungen sind vergeben, und das ohne Werbung“, sagt Ralf Pape, Bauherr des Projekts. Wann die Mieter im Laufe der nächsten Monate einziehen können, stehe noch nicht fest. „Die Leute kamen teilweise auf ihren Spaziergängen vorbei und sprachen mich auf die Wohnungen an“.

Pape zeigt sich zufrieden mit seinem Mieterstamm, den er mittlerweile zum Teil persönlich kennen gelernt hat. Insgesamt entstehen auf 2000 Quadratmetern neun Wohnungen und Gewerberäume. Die Wohnungen, 75 bis 140 Quadratmeter groß, seien längst vertraglich reserviert. Ein Ladengeschäft mit 130 qm Grundfläche warte noch auf einen Mieter, berichtet Pape.

Neben der alten Seifenfabrik (linke Seite) entstand im Deutschen Dorf ein ergänzender Neubau. Quelle: Tobias Wagner

Geplant sei, dass er das Objekt behalte. „Nur falls die Kosten explodieren sollten, könnten Wohnungen eventuell verkauft werden, um die Mehrkosten aufzufangen“, sagte Pape. Des Weiteren werde das Gebäude zwei Praxen beherbergen und einen sozialen Bereich.

„Wir haben einen hohen individuellen Anspruch für die Nutzung“, sagt Pape. Das selbe gelte bei der Auswahl der Firmen: „Es ist mittlerweile schwer, vernünftige Baufirmen zu finden , die den hohen Ansprüchen gerecht werden.“

Groß angelegte Sanierung

Der Bauherr erwarb die Seifenfabrik 2013, nachdem sie acht Jahre zum Bestand der Brandenburger Wohnungsbaugesellschaft (Wobra) gehörte. Diese hatte den Fabrikbau im Jahre 2005 über eine Zwangsversteigerung in Verbindung mit der groß angelegten Sanierung der Wobra-Blöcke in der Sankt-Annen-Straße erworben.

„Damals war die Seifenfabrik noch ein relativ marodes Bestandsgebäude“, erinnert sich Pape. Der Bau hatte teilweise keine Geschossdecken, auch das Dach war zurückgebaut und musste wieder hergestellt werden. Zudem wurde der Gebäudeteil in Richtung Sankt-Annen-Straße aufgestockt und mit einer Terrasse versehen. Ansonsten werde es Terrassen im Erdgeschoss und Balkone geben. Ebenfalls integriert wurde ein Fahrstuhl, der das komplette Gebäude erschließt. Grundgedanke war von vornherein ein Wohnungsbau mit Neubau.

Großer historischer Keller

Probleme gab es bisher nur bei den archäologischen Arbeiten gegeben, die Pape zufolge eine Menge Zeit gekostet haben. Unter dem Gelände ruht ein 140 Quadratmeter großer historischer Keller des Rochowschen Stadtpalais’. Das Palais wurde 1789 erbaut und stand bis 1945 an der Ecke Annenstraße/Deutsches Dorf.

1842 hatte Seifenhändler Zieten dort sein Geschäft eröffnet, vermutlich errichtete dessen Familie um 1900 die Seifenfabrik. Ein späteres Renovieren des Kellers mit anschließender Nutzung sei durchaus denkbar. „Allerdings muss erst einmal der Rest fertig werden, dann schauen wir weiter“, sagt Pape.

Von Tobias Wagner

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