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Brandenburg/Havel Schreiende Bonbons der fantastischen Zwölf
Lokales Brandenburg/Havel Schreiende Bonbons der fantastischen Zwölf
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00:29 31.05.2015
Am Freitag wartet auf die Kleinen der ganz große Auftritt, wenn 500 Gäste nach Radewege kommen. Quelle: J. Steiner
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Radewege

Von rasanter Jonglage und Hula-Hoop über biegsame Akrobatik-Kids, Crazy Clowns, Mixed-Tänzer, den umwerfenden Pantomimikern bis zu verrückten Tiernummern auf zwei Beinen: Heute Nachmittag dreht sich an der Radeweger Schule vor 500 Gästen das Zirkuskarussell. Die zaubernden fantastischen Zwölf können sogar den Schrei des Publikums in Bonbons verwandeln.

Bei schönem Wetter sind Sport- und Pausenhof die Manege. „Immer drei Gruppen treten an verschiedenen Orten auf und wechseln nach einer Viertelstunde, so dass der Zuschauer wie im Karussell die Gelegenheit hat, sich alles einmal anzusehen“, erklärt Corinna Breite. Jedes Kind hat zwei Auftritte. Gestern gab es in der Turnhalle mit Regenbogen-Kulisse die geraffte Generalprobe.

„Toll, was Kinder innerhalb von nur zwei Tagen alles auf die Beine stellen können und dabei ihren Spaß haben“, sagt Corinna Breite. Die Schauspielerin, die an der Grundsschule „Am Beetzsee“ seit Jahren einen Kurs gibt und zurzeit auch Vertretungslehrerin ist, hat beim „Schul-Zirkus-Gaukler-Fest“ die Regie. Im Schottenkleid als hübsche Assistentin von Zirkusdirektor Kevin Kneib. Der Neunjährige führt mit seinen 1,28 Meter wie ein Großer im Samtanzug mit Zylinder und Schnurrbart durchs bunte Zwei-Stunden-Programm.

„Wir haben keinen Mach-mit-Zirkus gebucht, sondern ein eigenes Projekt aufgezogen und in Gruppen je nach Interessen klassenübergreifend gearbeitet“, sagt Schulleiterin Elke Magdanz. Ideen wurden seit zwei Monaten gesammelt und die Nummern nach Pfingsten einstudiert. Alle 125 Kinder sind eifrig dabei.

Egal, ob als Artisten oder als „Flinke Pinsel“ und „Farbkünstler“ bei der Deko- und der Schminkgruppe. Auch das komplette Kollegium macht mit. Selbst Hausmeister Christian Wieland, Sekretärin Elke Pass und Referendarin Carolin Zieler sind eingebunden. Unterstützung kommt heute vom Förderverein, der sich um die Stärkung kümmert. 2008 heiß es in Radewege schon einmal „Manege frei!, was bei Eltern und Großeltern prima ankam.

„Die Zeit war wieder reif. Außerdem fördert so ein Projekt die Gemeinschaft“, sagt Elke Magdanz, die unter ihrer neongelben Perücke kaum wiederzuerkennen ist. In der Clownsschule, wo Hochbanktanz und Hühnerei-Schwimmen auf dem Stundenplan stehen, gehört sie zu den Schülern, die Paul Pause (12) unterrichtet. Das Gauklerfest findet der Weseramer „cool, weil es Spaß macht und mal was anderes ist“. Die achtjährige Vivian, die noch nie in einem richtigen Zirkus gewesen sei, ist beim Machen auf den Geschmack gekommen.

Von Claudia Nack

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