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Schrill, gut und anders ins neue Jahr

Silvestergala begeistert Publikum Schrill, gut und anders ins neue Jahr

Drei Vorstellungen – ein Riesenapplaus. Mit der Silvestergala hat das Brandenburger Theater die Herzen der Havelstädter erobert. Die Brandenburger Symphoniker begleiteten Tänzer und Sänger durch ein zweistündiges Programm, für das sich das Publikum begeistert bedankte. Der Erfolg ist gleich mehreren Geheimwaffen zu verdanken.

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Mit einer tollen künstlerischen Leistung verabschiedeten sich die Musiker, Tänzer und Sänger bei der Silvestergala von der Bühne.

Quelle: Rüdiger Böhme

Brandenburg/H. „Es wird schrill, es wird gut, es wird anders“ versprach Moderator Karl Hurtig, alias Stefan Nagel, dem Publikum zu Beginn der zweistündigen Silvesterrevue, die am Samstag, dem vorletzten Tag des Jahres 2017, Premiere gefeiert hat. Dabei stellte sich heraus, dass das Brandenburger Theater über drei Geheimwaffen verfügt, die entscheidend zum Gelingen der Show beigetragen haben. Unüberhörbar gut waren die Brandenburger Symphoniker, die es unter der Leitung von Gastdirigent Hannes Ferrand nicht nur mit dem Saint Louis Blues March so richtig grooven ließen.

Verteufelt gut waren auch die Tänzerinnen und Tänzer der Kasmet-Ballett-Compagny, die der Silvesterrevue Glanz und Glamour verliehen haben. Die Choreographie für ihren gelungenen Auftritt stammte von der Prinzipalin der Truppe Inga Lehr-Ivanov. Damit könnten sie sich auch im Berliner Friedrichstadt-Palast sehen lassen.

Die Solisten des Abends

Die Solisten des Abends: Stefanie Dietrich, Stefan Nagel, Dorothea Breil und Jörg Hilger (v.l.)

Quelle: Rüdiger Böhme

Die dritte Geheimwaffe des Musentempels lässt sich in Persona nie auf der Bühne blicken, wohl aber ihre Kreationen. Es handelt sich um die wunderbare Kostümschneiderin Kathrin Mickahn, die seit Jahrzehnten dem Brandenburger Theater die Treue hält und mit ihrer Arbeit auch dieser Silvesterrevue das richtige Flair vermittelt hat.

„So ein Theater“ hat Autor Philipp Robert seine Theaterrevue betitelt. Hinter diesem Pseudonym steckt eine weitere Geheimwaffe des Brandenburger Theaters: Frank Jesko-Idler. Der langjährige Mitarbeiter des Theaters (seit 1996) hat neben seinem eigentlichen Job als Leiter des künstlerischen Betriebsbüros (seit 2004) schon öfter künstlerische Aufgaben übernommen, beispielsweise als Schauspieler in verschiedenen Inszenierungen. Oder als Conférencier und Moderator. Nicht zu vergessen seine Auftritte in verschiedenen Kleinkunstprogrammen. Und nun macht er also als Autor von sich reden.

Zwei Stunden lang gab es spritziges Programm zu sehen

Zwei Stunden lang gab es spritziges Programm zu sehen.

Quelle: Rüdiger Böhme

„Die Schauspieler sind weg!“ Atemlos stürzt der Inspizient Felix Blum (gespielt von Jörg Hilger) auf die Bühne, wo Moderator Karl Hurtig dem Publikum gerade die sensationellste Silvestershow ankündigt. „Die Chefin kommt auch nicht mehr“, folgt ihm die Garderobiere Klärchen Knopf (Stefanie Dietrich) mit der nächsten Hiobsbotschaft. Der Moderator ist fassungslos, sieht das endgültige Aus für das Theater. Doch Felix Blum hat eine Idee: Warum nicht selbst die Rollen der Sänger übernehmen? „Schließlich sind wir bei jeder Probe dabei gewesen, kennen das Programm aus dem ff“, versucht er seine Kollegen zu überzeugen. Die Platzanweiserin Lisa Lärche, die Dorothea Breil verkörpert, hat Zweifel. Aber sie haben nichts zu verlieren, können nur gewinnen. Und schon schmettert Karl Hurtig „Willkommen, bienvenue, welcome, “, die bekannte Begrüßungsmelodie aus „Cabaret“. Es war ein herrliches Vergnügen, diese vier Darsteller mit ihren tollen Stimmen auf der Bühne zu erleben.

„In der Geschichte habe ich Ereignisse verarbeitet, wie sie in den 25 Jahren, die ich an Theatern arbeite, durchaus vorgekommen sind“, erläutert Idler. „Da ich die Ensemblemitglieder alle schon kannte, habe ich jedem Einzelnen die Rolle auf den Leib geschrieben.“

„Alles ist frei und witzig und die Musik ist spritzig“. Diese Zeilen aus dem „Havelschwof“ -Song stammen nicht aus Idlers Feder, sondern von der Schauspielerin Stefanie Dietrich, die die Idee hatte, den Text zum „Lambeth Walk“ aus „Me and my Girl“ umzudichten und so einen lokalen Bezug herzustellen. Die Reime für den Havelschwofsong sind dann in Teamwork des gesamten Ensembles entstanden. „Gehn wir an der Havel lang, spürn wir diesen starken Drang. Tanzen wir wie doof nur noch den Havel Schwof“ sangen sie und tanzten von der Bühne runter durch den ganzen Saal. Begeisterter Applaus für eine tolle Leistung.

Von Ann Brünink

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