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Brandenburg/Havel Schrumpfen oder Wachsen?
Lokales Brandenburg/Havel Schrumpfen oder Wachsen?
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16:24 17.05.2018
Abriss eines Blocks in der Elisabethstraße. In Hohenstücken gibt es Wohnraum, der ist aber wohl nicht attraktiv genug für Berliner. Quelle: Claudia Nack
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Brandenburg/H

Der weiterentwickelte Masterplan der Stadt wird nicht wie geplant vor der Sommerpause verabschiedet werden. Ein Vielzahl der Stadtverordneten stößt sich nicht an den darin beschriebenen Maßnahmen – die bekamen im Gegenteil ziemlich viel Lob in den vergangenen Monaten, weil sie einfach und klar benannt werden und übersichtlich sind.

Unbehagen bereitet den Kommunalpolitikern vielmehr das darin beschriebene Szenario der schrumpfenden Einwohnerzahl. Zwar gebe es derzeit noch ein leichtes Wachstum, welches aber schon in wenigen Jahren in Stagnation und später in einen Rückgang übergeht, prophezeien die Experten vom Stadtplanungs-Beratungsbüro BBSM. Deren Vertreterin Heike Liebmann liefert dazu beeindruckende Zahlen: „Um den natürlichen Sterbeüberschuss gegenüber den Geburtenzahlen auszugleichen brauchen sie derzeit etwa 450 Zuzügler mehr als Wegzügler pro Jahr. Ab dem Jahr 2020 wird sich diese Zahl auf 600 erhöhen.“ Die BBSM liefere Prognosen auf der Basis des bisher Geschehenen. Wünschten die Stadtverordneten andere Voraussagen, müssten sie „Visionen“ bestellen.

„Berlin wird in wenigen Jahren vier Millionen Einwohner haben. Dort läuft ein Verdrängungswettbewerb ohnegleichen, wir müssen bereit sein, die Menschen aufzunehmen, die sich die Großstadt nicht mehr leisten können“, sagt Georg Riethmüller (CDU). „Ich rede ja gar nicht von 85 000 Einwohnern, wir sollten aber Pläne in der Tasche haben für den Fall, dass wir einmal 75 000 Einwohner haben.“ Dafür brauche man aber Wohnungen, sagt Liebmann, die frei stehenden in Hohenstücken seien nicht attraktiv genug.

Von André Wirsing

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