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Schüler sammeln für Kinder in Not

Brandenburg an der Havel Schüler sammeln für Kinder in Not

Die Kinder haben echt Schwein gehabt. Acht Mädchen und Jungen der Evangelischen Grundschule mit ihrer Spaßpartei „Peppa Wutz“ Spenden für einen guten Zweck eingeworben. Die Übergabe ist für sie zugleich der Abschied aus der gemeinsamen Grundschulzeit.

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Junes Scharbert, Tonda Rosenmüller, Nils Otto, Jonas Hettwer, Theo Radtke und Auguste Bauch freuen sich über ihre Aktion.

Quelle: Heiko Hesse

Brandenburg/H. Die Mädchen und Jungen des SOS-Kinderdorfes und der Flüchtlingshilfe haben echt Schwein gehabt. Im Namen von „Peppa Wutz“, einem Zeichentrickschwein aus dem Fernsehen, haben Kinder der Klasse 6b der Evangelischen Grundschule eine Partei gegründet, Geld gesammelt und am Montag übergeben.

Eigentlich war es bloß eine schräge Idee. „In der 4. Klasse hatten wir im Unterricht das Thema Parteien“, erinnert sich Nils Otto. Jonas Hettwer schlug vor: „Lasst uns doch selbst eine Partei gründen.“ Eins kam zum anderen, und als um das Motto, das Programm und den Namen ging, kam das lustige Schweinchen ins Spiel, die die Kinder aus dem Fernsehen kannten. Und wurde der Gedanke geboren, sich für andere Kinder einzusetzen, „denen es nicht so geht wie uns“, erläutert Theo Radtke.

„Wir haben Armbänder gebastelt“, sagt Auguste Bauch. Aus Materialien, die gerade Mode waren. „Und die haben wir gegen Spenden abgegeben.“ Die Reaktionen der Passanten seien sehr unterschiedlich ausgefallen. „Die älteren Leute waren eher abweisend“, erzählt Junes Scharbert, „die jüngeren viel offener“. Manche hätten den Kinder nur eine Spende gegeben, aber das Bändchen oder eine andere Bastelei dankend abgelehnt.

Ein Wachmann hat sie fortgescheucht

Gab es auch Ärger? „Einmal hat uns ein Wachmann vor der Sankt-Annen-Galerie verscheucht“, sagt Tonda Rosenmüller, „der wollte das nicht“. Jonas Hettwer zuckt mit den Schultern: „Na und, wir sind einfach über die Straße gegangen und haben auf dem Markt weitergemacht.“

Als es darum ging, wer das Geld bekommen sollte, sei rasch klar gewesen, „dass wir uns nicht an eine große Organisation wenden wollen“, meinte Nils Otto. So kamen die beiden lokale Projekte ins Spiel, zu denen die Kinder ihren Bezug haben. Am Montag hatten die Kinder zur Übergabe an der Schule eingeladen. Für die Flüchtlingshilfe der evangelischen Kirche kam Bärbel Böer.

SOS-Kinderdorf feiert bald 20-jähriges Bestehen

Für das SOS-Kinderdorf nahm dessen Leiter Matthias Fischer-Kallenberg die 100-Euro-Spende entgegen. „Das Geld können wir für unsere Kinder gut gebrauchen“, sagte er. In den Ferien wolle man den SOS-Kinder eine kleine Freude damit bereiten, was sonst kaum möglich wäre. Wer das Dorf am Johannisburger Anger noch nicht kennt, möge sich ein Bild davon machen. „Am 17. September feiern wir 20-jähriges Bestehen mit einem großen Familienfest“, sagte Matthias Fischer-Kallenberg, „ich würde mich freuen, wenn ihr mit euren Familien vorbei kommt“.

Für Junes Scharbert, Tonda Rosenmüller, Nils Otto, Jonas Hettwer, Theo Radtke, Auguste Bauch, Moritz Mosch und Charlotte Wacker ist die Übergabe kurz vor den Sommerferien sehr wichtig gewesen. Ab der 7. Klasse besuchen sie drei verschiedene Gymnasien.

Von Heiko Hesse

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