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Schüler verrückt nach Steinmeier

Außenminister in Ziesar Schüler verrückt nach Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier ist zu seiner Sommertour gestartet. Der deutsche Außenminister stattet zunächst dem äußersten Westen seines Bundestagswahlkreises 60 einen Besuch ab. In Ziesar musste der prominente Gast viele Autogramme geben.

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Frank-Walter Steinmeier besucht die „Ackerklasse“ in Ziesars Schulgarten.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Ziesar. „Herr Steinmeier, kann ich ein Autogramm bekommen?“ Deutschlands Außenminister ließ sich am Donnerstag nicht lange bitten. Schon an der Eingangstür zur Thomas-Müntzer-Schule machte der prominente Besucher Joe Schuh mit seinem Namenszug glücklich. Als der Zwölfjährige aus Tucheim seinen Mitschülern das Autogramm wie eine Trophäe präsentierte, brachen alle Dämme. Im Foyer wurde Frank-Walter Steinmeier sofort von Mädchen und Jungen umringt – ein Minister zum Anfassen. Auch Lars Härtel aus Dretzen und der Reetzer Dustin Laser ergatterten mit strahlenden Gesichtern eine Unterschrift von jenem Mann, der für gewöhnlich im Flieger um die halbe Welt jettet.

Autogramme, Autogramme

Autogramme, Autogramme: Der Zeitplan war nicht mehr zu halten.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Paris, Rom, London – Ziesar. Steinmeier erfüllte mit seinem Besuch im westlichsten Zipfel seines Bundestagswahlkreises 60 ein Versprechen aus dem vergangenen Jahr, als er die traditionelle Sommertour übers Land wegen der Iran-Atomverhandlungen in Wien absagen musste. „Nein, ich habe Ziesar nicht vergessen. Hoffentlich hält das Wetter“, sagte Steinmeier der MAZ. Denn die nächsten Stationen Köpernitz, Buckau und Rottstock absolvierte der Bundestagsabgeordnete mit dem Fahrrad. Doch zunächst war Ziesars Schule im Ausnahmezustand - Autogramme, Selfies, Händeschütteln, Polizei vor der Tür, Personenschützer auf dem Hof. An einen normalen Unterricht war nicht zu denken. Was keine Katastrophe war. „Die Zeugnisse sind geschrieben, außerdem erlebt die Schule gerade eine Umzugsphase“, wie Schulleiterin Kerstin Riemer den Außenminister bei einem Rundgang informierte.

Steinmeier im Mathe-Unterricht

Steinmeier im Mathe-Unterricht: „Kreisberechnungen? Ich fürchte, da kann ich euch nicht helfen.“

Quelle: JACQUELINE STEINER

Mit dem neuen Schuljahr wird auch im Grundschulbereich der Ganztagsunterricht eingeführt. Die Nachmittagsbetreuung (Hort) findet dann nicht mehr in der Kita, sondern im Gebäude des Grundschulteils statt, wo die 1. und 2. Jahrgangsstufen ihre Klassenräume behalten. Die 3. und 4. Klassen werden im Oberschulteil unterrichtet. „Da ist einiges an Unterrichtsmaterial hin und her zu räumen“, sagte Riemer. Steinmeier freute sich über die Aufbruchstimmung an der Schule, wo nach etlichen Zitterpartien in diesem Jahr ohne Probleme eine 7. Jahrgangsstufe zusammenkam.

Verrückt nach Steinmeier

Verrückt nach Steinmeier: Selfies mit dem Außenminister waren gefragt.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Erleichtert sind Schüler und Lehrer auch über den Beginn der Arbeiten für die Neugestaltung des maroden Schulhofes. Die Firma Grigat Bau wird am 18. Juli mit den Arbeiten beginnen. „Im Kern geht es um die Erneuerung der Medien und die einheitliche Gestaltung des Außengeländes. Nach und nach werden wir uns auch um gestalterische Elemente kümmern“, sagte Amtsdirektor Norbert Bartels. Erst vor wenigen Wochen konnte das Amt als Schulträger für dieses Projekt einen Fördermittelbescheid über knapp 200 000 Euro in Empfang nehmen.

Vier-Augen-Gespräch mit Schulleiterin Kerstin Riemer

Vier-Augen-Gespräch mit Schulleiterin Kerstin Riemer.

Quelle: Jacqueline Steiner

Besonders interessiert zeigte sich Steinmeier am Schulgarten und am Grünen Klassenzimmer. Im Rahmen eines Projektes bauen Erst- und Zweitklässler Salat, Bohnen, Mangold, Zucchini, Zwiebeln und anderes Gemüse auf Ziesaraner Boden an. „Die ersten Frühkartoffeln und Gurken haben wir schon geerntet“, berichtete Klassenleiterin Ines Schröder. Steinmeier inspizierte den Barfußpfad und den neu angelegten Schulteich. „Hallo“ sagte der Minister den Siebtklässlern, die in den beiden Lernbüros Mathe und Grammatik paukten. Fragen waren ausdrücklich erwünscht. So plauderte der deutsche Außenminister aus, dass er seinen Job gern macht, aber eigentlich mal Architekt werden wollte. Ein Berufswunsch, den sich Max Lucke (13) aus Rottstock erfüllen möchte.

Von Frank Bürstenbinder

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