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Brandenburg/Havel Schulabbrecher kennt die BOS seit Jahren nicht
Lokales Brandenburg/Havel Schulabbrecher kennt die BOS seit Jahren nicht
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18:45 17.04.2016
Jörg Peter Gruhn leitet die BOS in Kirchmöser Quelle: JACQUELINE STEINER
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Kirchmöser

Die Berufsorientierten Oberschule Kirchmöser (BOS) ist bekanntlich auf das Zusammenwirken von Theorie und Praxis ausgerichtet. Das Praxislernen findet das ganze Schuljahr über statt und ist im Stundenplan verankert. Die 7. und 8. Klassen durchlaufen in Trimestern das ÜAZ (Holz, Maurer, Straßenbautechnik), die Spema (Metall) und die sozialen Einrichtungen (AWO, Küche, Kindergärten). In Klasse 9 suchen sich die Schüler für 2 Tage pro Woche einen Betrieb. Nur die 10. Klassen haben ein zweiwöchiges Kompaktpraktikum. Die MAZ sprach mit dem kommissarischen Schulleiter Jörg Peter Gruhn (54).

MAZ: Wie viele Schüler haben die BOS inzwischen berufsorientiert verlassen?

Jörg Peter Gruhn: In den elf Jahren sind es etwa 600 Schülerinnen und Schüler.

Was wissen Sie darüber, wie ihr Leben weitergegangen ist?

Gruhn: Wir stehen mit den meisten unserer Schüler via Facebook und persönlichen Treffs in Verbindung. Ebenso besuchen uns die Schüler bei schulischen Veranstaltungen Alle, bis auf die Schüler, die Abitur machen wollen, haben eine Berufsausbildung begonnen.

Auf welche Berufe hin hat die Schule ihre Jugendlichen besonders erfolgreich hin orientiert?

Gruhn: Sehr viele Schüler erlernen einen Beruf in der Metallbranche, im kaufmännischen Bereich und im medizinischen Pflegesektor sowie im sozialen Sektor.

Was ist aus den ersten Absolventen der BOS Kirchmöser geworden? Hat die Schule noch Kontakt?

Gruhn: Viele unserer Absolventen haben dem Bundesland den Rücken gekehrt aber dennoch sehen wir uns noch vereinzelt bei großen Feierlichkeiten. Über das Internet stehen wir noch mit einigen in Verbindung.

Hat sich die Schulabbrecherquote verändert, seit es die BOS als weiterführende Schule in Kirchmöser gibt?

Gruhn: Wir haben seit den elf Jahren keinen Schulabbrecher.

Was ist heute an der Schule anders als zu Beginn vor mehr als elf Jahren?

Gruhn: Geändert hat sich der Respekt und die Achtung gegenüber den Lehrkräften. Eine häufig marode Erziehung in einigen Elternhäusern hat diesen Zustand gefördert. Ein weiterer Aspekt sind die hinzukommenden Förderschüler, hier war und ist es notwendig, das Konzept neu zu stricken und zu versuchen, die Förderschüler einzubeziehen.

Welche Lehrerinnen sind aus der Anfangszeit noch dabei?

Gruhn: Frau Budick und Frau Geuckler sind noch zwei Kolleginnen, die von Anfang an am Aufbau der BOS-Kirchmöser beteiligt waren.

Was ist Ihr sehnlichster Wunsch für die nahe Zukunft?

Gruhn: Dass sich die Eltern wieder Ihrer Erziehungs- und Fürsorgepflicht bewusst werden, dass sich das Ministerium und das Schulamt den Veränderungen in den Schulen stellt und dass der Lehrerberuf wieder attraktiver wird.

Von Jürgen Lauterbach

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