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Brandenburg/Havel Schulaktion: Orthopädin trainiert kleine Füße
Lokales Brandenburg/Havel Schulaktion: Orthopädin trainiert kleine Füße
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18:32 23.11.2016
Ann-Kathrin Keidel und Cornelia Zuckschwerdt schwingen für die kleine Hayley-Payton Schneider das große Seil. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Wenn die Brandenburger Orthopädin Ann-Kathrin Keidel „Zeigt her eure Füße ruft“, sind die Schuhe und Socken der Erstklässler rasch ausgezogen. Als die Ärztin bei einem Kind eine Warze am Fuß entdeckt, ruft eine Mitschülerin stolz in den Bewegungsraum der Konrad-Sprengel-Schule in Nord: „Ich hab’ auch schon ne Warze.“

Erstmals nach vier Jahren ist Ann-Kathrin Keidel am Mittwoch wieder in einer Brandenburger Grundschule zu Gast und trainiert jeweils eine Schulstunde lang die Füße von drei ersten Klassen, rund 60 Kindern. Sie bewältigen einen Parcours, stapfen mit ihren Füßen durch Sand, über Tannenzapfen und über Moos.

Das Praxisteam der Ärztin, Cornelia Zuckschwerdt, Kami Torino und Petra Cierpinski helfen der Chefin, die Rasselbande in Schach und bei Laune zu halten. Die schwierigste Aufgabe an diesem Vormittag: Seilspringen. „Ich kann das nicht“, trällert sogleich eine vorlaute kleine Schülerin.

Tatsächlich hüpft nicht jedes Kind so flüssig wie zum Beispiel Hayley-Payton Schneider, Kevin Leffs oder Rasha Rashid aus der Klasse 1 c. „Aber das Seilspringen kriegen diese Kinder besser hin als die vor vier Jahren“, sagt die Orthopädin. Damals war sie im Rahmen der Aktion Orthofit ihres Berufsverbandes an einer anderen Brandenburger Schule gewesen.

Die Ärztin ist überrascht, dass die Erstklässler der Sprengel-Schule die Bewegungsabläufe besser drauf haben, als sie erwartet hatte. Was Füße alles können, zeigt sie den Schülern tänzerisch. Sie sollen einbeinig stehen wie ein Flamingo, galoppieren wie ein Pferd, springen wie ein Frosch, staksen wie ein Storch, tippeln wie eine Maus und watscheln wie eine Ente.

Der Berufsverband der Orthopäden (BVOU) organisiert Schulbesuche wie diese mit dem Ziel, die Kinder weg von den Spielkonsolen zu locken. Wie frühere Generationen sollen sie lieber auf Spiel- und Sportplätzen toben, damit Haltungsschäden möglichst vermieden werden.

Kinderfüße sind flexibler als die von Erwachsenen, erklärt die Fachärztin, die seit einem Vierteljahrhundert in Brandenburg praktiziert. „Kleine Füße lassen sich mit Fußgymnastik noch in eine natürliche Stellung bringen.” Alle Teilnehmer der Fußaktion am Dienstag erhalten zur Belohnung eine Urkunde und den eigenen Originalfußabdruck.

Von Jürgen Lauterbach

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