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Brandenburg/Havel Schulamt für Flüchtlingskinder zuständig
Lokales Brandenburg/Havel Schulamt für Flüchtlingskinder zuständig
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00:26 07.10.2015
Eine erste Willkommensklasse für Flüchtlingskinder gibt es bereits in Treuenbrietzen. Quelle: Thomas Wachs
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Brandenburg/H.

Unter den 500 weiteren in Brandenburg an der Havel ankommenden Flüchtlingen sind auch Kinder. Wie viele genau, das konnte noch 48 Stunden vorher weder das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Brandenburg noch die Brandenburger Stadtverwaltung sagen. „Wir erfahren es erst, wenn sie tatsächlich da sind“, sagte Andreas Griebel, Kreisgeschäftsführer beim DRK. Für die Unterbringung ist da Land zuständig. Zwar sind die neuankommenden Kinder nicht sofort schulpflichtig. Dennoch sucht das Land nun händeringend nach Lehrern und Quereinsteigern mit sprachlichen und pädagogischen Fachkenntnissen. Bildungsminister Günter Baaske (SPD) und Finanzminister Christian Görke (Linke) kündigten 240 zusätzliche Lehrerstellen eigens für Flüchtlingskinder an.

Wie Kerstin Schöbe, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Soziales und Gesundheit, sagte, besteht für Kinder die Schulpflicht „erst nach konkreter Zuweisung an die Kommune“. Sie geht davon aus, dass sich die Zahl der dann länger in der Stadt lebenden Flüchtlingskinder in Brandenburg an der Havel „in der nächsten Zeit moderat erhöht“. Laut Florian Engels, Sprecher des brandenburgischen Bildungsministeriums erhalten die Kinder in den Erstaufnahmestellen bereits kindgerechte Deutsch- und Gesellschaftskundekurse. Für die neuen Erstaufnahmestätten werden dafür nun 22 Lehrer abgestellt.

Nach Angaben von Schulrat Harald Kursinski von der Regionalstelle der Landesagentur für Schule (LASA) besuchen in Brandenburg derzeit 27 Jungen und Mädchen die beiden eigens für Flüchtlingskinder eingerichteten Willkommensklassen an der Grimm-Grundschule und der Nicolai-Oberschule. Einige bringen schon gute Bildung mit, andere kaum. Geleitet werden diese Klassen von Lehrern, die sich auf das Fach Deutsch als Fremdsprache spezialisiert haben. Die Beschulung der Flüchtlingskinder, die in Brandenburg dann länger bleiben, „ist aus gegenwärtiger Sicht abgesichert“, teilt die für Schulen zuständige Fachbereichsleiterin Viola Cohnen mit. Die Kapazitäten reichten derzeit noch aus. Die Klassen seien noch nicht vollbesetzt. Die Kinder wechseln von dort in Regelklassen nach sechs bis zwölf Monaten. „Aus heutiger Sicht werden dazu keine weiteren Räume benötigt“, sagt Viola Cohnen.

In Teltow-Fläming, Potsdam, Potsdam-Mittelmark und Brandenburg gab es nach jüngstem Stand von Anfang September 1138 fremdsprachige Kinder. Die meisten kommen aus Syrien und Afghanistan. Aufgeteilt sind sie in den Kommunen unter anderem auf zwölf Willkommensklassen.

„Wir sind ständig am Ball, um zu erfahren, wie viele Kinder in Brandenburg neu eintreffen“, so Kursinski. Das Verfahren läuft so ab: Die Heimleiter der Flüchtlingsunterkünfte wenden sich an die Schulen und diese teilen das dem Schulamt mit. In der Grimm-Grundschule ist jetzt ein weiterer Lehrer dafür eingestellt worden. Die in Brandenburg Schutz suchenden Kinder werden künftig nicht nur auf die Grimm- und Nicolaischule aufgeteilt. „Es gilt auch für sie das Prinzip wohnortnahe Schule“, so Kursinski. Die Suche nach neuen Lehrern sei eine Herausforderung: „Wir müssen flexibel sein und können nicht nur ausgebildete Lehrer nehmen.“

Von Marion von Imhoff

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