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Schulen bereiten sich auf Schulanfänger vor

Einschulungen Schulen bereiten sich auf Schulanfänger vor

Am Samstag werden Hunderte Schüler eingeschult. Sie beginnen einen neuen Lebensabschnitt. Die Schulen beenden gerade ihre umfangreichen Vorbereitungen auf die neuen Kinder. Die Brandenburger Georg-Klingenberg-Schule kennt ihre neuen Schüler aber schon gut.

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Lehrerin Marina Plaumann schreibt einen Willkommensgruß an die Tafel.

Quelle: Annika Jensen

Brandenburg/H. Am Samstag werden Hunderte Schüler eingeschult. Sie beginnen einen neuen Lebensabschnitt. Die Schulen beenden gerade ihre umfangreichen Vorbereitungen auf die neuen Kinder. Die Brandenburger Georg-Klingenberg-Schule kennt ihre neuen Schüler aber schon gut.

Es ist ruhig in der Eingangshalle und auf den Fluren der Georg-Klingenberg-Schule. Es riecht nach Putzmittel und der Boden blitzt. Überall hängen kleine Schultüten als Dekoration an Türen und Wänden. Die Schule hat sich herausgeputzt. Am Samstag bekommt sie 54 neue Schüler. Sie alle werden das Gebäude allerdings nicht das erste Mal betreten.

„Wenn die Kinder am Samstag eingeschult werden, werden sie das vierte Mal hier sein“, sagt Schulleiterin Sabine Specker. Ihre Schule hat über zehn Jahre ein Konzept entwickelt, durch das den Kindern schon vor der Einschulung ihre zukünftige Lernstätte vertraut gemacht werden soll. „Wir arbeiten eng mit Kindertagesstätten zusammen“, erzählt Specker. „Jeden September beginnt die Planung. Dann werden die Schüler im Laufe des Jahres eingeladen.“ Zur Schnupperstunde etwa. Dort können sie am Unterricht der Flex-Klassen teilnehmen. Oder zum Kennenlerntag, bei dem die Kinder am letzten Tag vor den Sommerferien in die Schule kommen, um Schule und Lehrer kennenzulernen. „Wir wollen mit diesem Konzept den Kindern die Ängste nehmen und in der Vorfreude stärken“, erläutert die Schulleiterin.

Als unmittelbare Vorbereitung auf das neue Schuljahr und damit auch auf die Neulinge musste der Stundenplan geschrieben werden. An vollen zwei Tagen in der vergangenen Woche haben die Pädagogen daran gearbeitet. „Das ist wahnsinnig kompliziert“, so Specker. „Wenn auch nur ein Element geändert wird, hängt da ein Rattenschwanz dran, der auch geändert werden muss.“

Auf einer großen grünen Tafel eröffnet sich für den Laien nur ansatzweise die Komplexität des Unterfangens. Zahllose kleine Magneten in bunten Farben kleben unter allen sechs Jahrgangsstufen und bestimmen, wann welche Klasse welches Fach hat.

Neben dem Stundenplan sind es aber auch die Aufsichtspläne, der Medienplan und der Jahresplan für die Veranstaltungen und Vorhaben außerhalb des regulären Unterrichtes, die erstellt werden müssen. „Für die Schulleitung beginnt bei so viel Arbeit das neue Schuljahr zwei Wochen vorher“, resümiert Specker. „So viel freie Zeit, wie die Leute immer sagen, haben wir also nicht.“

Für die festliche Stimmung am Samstag sorgen besonders die liebevollen Dekorationen in den Gängen und den Räumen. In einem Zimmer ist Marina Plaumann (Mathe, Deutsch, Sachunterricht, Musik) in den letzten Zügen ihrer Vorbereitungen. Auf der Schiefertafel ist in gigantischen Buchstaben „Herzlich Willkommen“ zu lesen, eine Girlande am Fenster beglückwünscht alle Schulanfänger zu ihrem großen Tag, kleine Zuckertüten zieren den Raum. Hinter der Deko steckt aber noch mehr. „Am Vormittag haben wir in der Lehrerkonferenz viele neue Informationen bekommen“, erzählt Plaumann. „Am Nachtmittag habe ich den Raum eingerichtet, dekoriert, Arbeitsmaterialien gesichtet, geordnet und aktualisiert und die Regale gereinigt“, sagt Plaumann, sichtlich aus der Puste.

Damit die neuen Schüler sich sofort zurechtfinden, haben die Lehrer außerdem Willkommensbilder aufgehängt. Das sind Fotos mit den Namen der Schüler darunter. Die Bilder hängen allesamt an der Tür und sollen den Kindern zudem helfen, sehr bald ihre Namen schreiben zu können und vor allem schnell die Namen und Gesichter der Mitschüler kennenzulernen.

Von Annika Jensen

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