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Schulessen soll teurer werden

2014 könnten die Kosten steigen Schulessen soll teurer werden

Das Mittagessen in den städtischen Schulen soll im nächsten Jahr deutlich teurer werden. Das gab der Fraktionsvorsitzende der Roten, Alfredo Förster, am Montag bekannt. Die Stadtverwaltung nennt den Vorgang vertraulich und bestätigt die geplante Erhöhung daher nicht. Aber sie dementiert den Sachverhalt auch nicht.

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Die Stadtverwaltung will akzeptieren, dass das Mittagessen in Schulen ab 2014 teurer wird.

Quelle: Michael Hübner

Brandenburg an der Havel. Seit Anfang des Jahres 2010 beliefert die Berliner Firma „GVL gastronomische Versorgungsleistung“ im Auftrag der Stadt Brandenburger Schulen mit warmen Mittagessen, die in der eigenen Küche in Kirchmöser zubereitet werden. Für den Zeitraum von 2014 bis 2016 hat die Verwaltung diese Leistung erneut ausgeschrieben.

Nach MAZ-Informationen hat nur die erwähnte GVL ein Angebot abgegeben, dieses liegt aber preislich höher als bisher. Am 21. Oktober soll der Hauptausschuss entscheiden, ob die erwähnte Firma den Zuschlag für die Schülerspeisung und Trinkmilchversorgung in Schulen mit städtischer Trägerschaft erhalten soll. Nach Försters Worten geht es darum, „dem Sieger im Bieterverfahren die Zustimmung zu einem lukrativen Auftrag zu erteilen oder diese zu verweigern“.

Stimmt der Hauptausschuss der Vergabe zu, bedeutet das nach Försters Angaben, dass Eltern bis zu 44 Prozent mehr bezahlen müssten als bisher. Nach zusätzlichen MAZ-Informationen würden sie im Extremfall rund 2,70 statt 1,85 Euro beisteuern müssen.
Der Politiker der Roten schreibt, dass die Eltern von Grundschulkindern monatliche etwa 13 bis 16 Euro mehr bezahlen müssten. In den weiterführenden Schulen müssten sie rund zehn Euro mehr berappen.

Keine Auswirkungen hätte die Preiserhöhung laut Förster für Familien, die Hartz-IV-Leistungen beziehen, denn der städtische Zuschuss zum Essengeld für die Familienpass-Inhaber solle mit rund 17 000 Euro stabil bleiben.

Für seine Zwei-Mitglieder-Fraktion kündigte Alfredo Förster an, die von der Verwaltung vorgeschlagene Auftragsvergabe abzulehnen und sich im Hauptausschuss für eine erneute Ausschreibung der Schülerspeisung auszusprechen. Denn sie diene nicht dem politischen Ziel, mehr Kinder und Jugendliche in der Stadt für eine Teilnahme an der Schülerspeisung zu gewinnen. Außerdem gehe mit der Erhöhung keine Qualitätsverbesserung einher. Laut Förster berücksichtigt die Verwaltung nur die gestiegenen Betriebskosten des Anbieters.

Nach Angaben der Stadtverwaltung nutzen täglich ungefähr 930 der etwa 5000 Schüler die Möglichkeit des Schulessens. Die anderen Fraktionen haben sich zu dem Sachverhalt bisher nicht geäußert.

Von Jürgen Lauterbach

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