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Brandenburg/Havel Schulhof ist über sich hinaus gewachsen
Lokales Brandenburg/Havel Schulhof ist über sich hinaus gewachsen
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02:15 03.06.2017
Deutlich aufgeräumter und modern erscheint der neue Pausenhof, die vier alten Linden sind nun gut geschützt. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

Die einst so lautstarken Kritiker aus Teilen der Elternschaft und der Linken-Fraktion sind verstummt. Es gibt auch nichts zu meckern – der Pausenhof der Luckenberger Schule ist ein Schmuckstück geworden.

Ein gutes halbes Jahr ist er bereits in Betrieb, an diesem Donnerstag wird der Hof feierlich übergeben. „Wir nutzen den Tag der Bundesjugendspiele, zwischen den Wettkämpfen der kleineren und der größeren Kinder“, sagt Schulleiterin Elgin Bels.

Der ganze Hof ist faktisch um 35 Zentimeter angehoben worden – zum Schutz der Linden der ehemaligen Allee des Nikolaikirchen-Friedhofes und zum Schutz der Kinder. „Die Unfallgefahr ist erheblich niedriger und es gibt für die Inklusionsschule keine Stufen mehr am Eingang“, sagt Martina Heinrich. Sie ist Leiterin des Betriebs Brandenburg der Vinci Facilities SKE GmbH – das Unternehmen hatte 2011/12 in Öffentlich-privater-Partnerschaft ÖPP vier Schulen saniert und eine große Sporthalle gebaut, betreibt die Einrichtungen für 20 Jahre.

„Wir haben beim Sanieren die Außenanlagen hintangestellt, das haben wir dann schrittweise abgearbeitet.“ 2015 ist das Umfeld der Georg-Klingenberg-Oberschule erneuert worden, im Vorjahr war die „Luckenberger“ an der Reihe, 2018 wird es der hintere Schulhof der Oberschule Nord sein.

Hintergrund

Fünf Jahre nach den Sanierungen und Neubauten laufen die ersten Gewährleistungen aus.

SKE prüft nun, wo noch nachzubessern ist. Beispielsweise gab es in den Fliesen der Sporthalle an der Willi-Sänger-Straße Spannungsrisse. Die Fliesen werden in den Sommerferien ausgetauscht.

Auch nach den zeitweise undichten Stellen im Hallendach wird noch gefahndet und eine Abhilfe gesucht.

„1600 Quadratmeter in fünf Wochen, das ist schon eine große Leistung der Firma HTB aus Wenzlow. 1400 Quadratmeter Pflaster wurden verlegt, ebenso 240 Quadratmeter Fallschutzmatten sowie ein 45-Quadratmeter-Buddelkasten neu angelegt“, sagt Martina Heinrich. Die Spielgeräte stehen nicht mehr im Sand, die Bänke unter den großen Schattenspenderbäumen sind nun so angeordnet, dass sie nicht mehr von Laub und Früchten verklebt werden. Weil große Teile des Nikolai-Friedhofes unter dem Pausenplatz liegen, waren auch die Archäologen da.

Die Bäume bekamen Einfassungen mit Rasengitter. Eine Grünfläche wurde am ehemaligen Hort-Garten eingefasst. Gleichzeitig mussten die beiden Fluchtrettungstürme am Gebäude saniert werden, zwei Stufen plus Podest kamen raus. Auf den Plattformen wurden die Riffelplatten durch Lichtgitterroste ersetzt – die vereisen nicht so stark. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die regionalen Firmen aus der Bauphase wie die Metallbauer Müller, Maserowski oder Gartensleben zu beauftragen, sonst würden wir es bei den engen Zeitplänen gar nicht schaffen“, sagt die SKE-Betriebsleiterin.

160.000 Euro netto hat das Unternehmen in die Außenanlagen gesteckt. Dahinter stehen auch rein praktische Erwägungen. SKE hat sich vertraglich verpflichtet, die Einrichtungen über die Vertragsdauer in gutem Zustand zu halten. Weil beispielsweise häufiger als die vereinbarten sechs Mal der Rasen gemäht wird, soll der Pflegeaufwand klein bleiben.

Das heißt, es kommt auch Technik zum Einsatz. Wenn nun Platten unter Zäunen gelegt oder Papierkörbe umpflastert werden, muss nicht so häufig der aufwendige Freischneider zum Einsatz kommen. Auch das Trennen von Spielgeräten und Sandkasten sorgt für mehr Sauberkeit in den Gebäuden, weil nicht mehr alle Kinder auf dem Weg ins Schulhaus durch den Buddelkasten rennen.

Von André Wirsing

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