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Brandenburg/Havel Schulleiter Reiche geht in den Ruhestand
Lokales Brandenburg/Havel Schulleiter Reiche geht in den Ruhestand
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17:27 20.07.2016
Norbert Reiche und seine Nachfolgerin Cordula Marten im Grünen Klassenzimmer der Erich-Kästner-Grundschule in Groß Kreutz. Quelle: Marion von Imhoff
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Groß Kreutz

Norbert Reiche geht in Gedanken versunken langsam die Treppe hinunter zum Schulsekretariat. Er ist sein letzter Tag als Leiter der Erich-Kästner-Grundschule in Groß Kreutz. „Das Ende eines Lebensabschnittes“, sagt Norbert Reiche. Seit 1975 ist er Lehrer gewesen. Der 65-jährige Deetzer steckt noch im T-Shirt, er hat bis eben die Überbleibsel der Abschiedsfete seiner Sechstklässler weggeräumt. An diesem Mittag nun vor den großen Sommerferien ist sein eigenes Abschiedsfest.

Gleich wird er seine Arbeitskluft tauschen gegen Anzug und Krawatte. Selbst der Bürgermeister wird schließlich erwartet zu Reiches Verabschiedung in den Ruhestand. Und dieses Wort, darauf legt der Schulleiter großen Wert, ist wortwörtlich zu nehmen. Zunächst wenigstens. „Ich will zu Ruhe kommen, alles sacken lassen und erst einmal den Sommer genießen.“

Ein bunter Anstrich für die Schule

Für das Foto wählt Reiche das Grüne Klassenzimmer der Grundschule gleich neben dem Pausenhof. Dass der nur äußerlich noch triste DDR-Plattenbau irgendwann Farbe bekommt wie die beiden frisch sanierten und nun leuchtend roten Wohnblöcke gegenüber, ist einer seiner Hoffnungen. Ein Junge winkt ihm zu, das Zeugnis hat er schon im Ranzen: „Tschüss, Herr Reiche!“ Der hebt die Hand und ruft den Jungen, einer von rund 170 Schülern, beim Namen: „Tschüss und grüß’ mir Amerika!“ Er lacht.

Dieses Lachen ist ein sehr entspanntes, aber auch wehmütiges an diesem Tag. Wenn es einmal nicht kam, wussten Reiches Schüler Bescheid: „Haben Sie schlechte Laune“, kam dann die Frage. Dass der erfahrende Pädagoge dann „Ja!“, sagte und dabei wieder lachte, ist sehr gut vorstellbar. „Ich hatte nie ein Autoritätsproblem, das kenne ich gar nicht. Die Schüler riechen das, ob man gerne unterrichtet, den Stoff vermitteln kann.“ Das ist es, was er seinen zwölf Kollegen mit auf den Weg geben möchte: „Behalten Sie Freude am Beruf!“ Und den 155 Schülern, die ab nächstem Schuljahr zu unterrichten sind? „Fleiß, Zielstrebigkeit, Kontinuität, Wille und gutes Benehmen. Bildung und Erziehung, das gehört zusammen, das sollte über jeder Schule stehen.“

Lehrer für Sport und Geologie

Norbert Reiche war anfangs Lehrer an der Polytechnischen Schule in Jeserig. Später wechselte er nach Groß Kreutz. Er unterrichtete die kernigen Fächer Sport und Geologie. Von 2008 an war er Schulleiter, davor vier Jahre lang Vize-Rektor. So wie seine Nachfolgerin es bisher auch war: Cordula Marten, gebürtig in Frankfurt (Oder) und damit schon etwas von weiter her. „Es ist gut, wenn Leute auch mal von außen kommen“, sagt sie.

Es ist ein Generationswechsel: Cordula Marten ist 20 Jahre jünger. Sie gibt die wichtigsten Fächer an einer Grundschule: Englisch, Mathe, Deutsch. Traditionen zu erhalten wie das Profil „Lesende Grundschule“ sind ihr wichtig, aber nicht alles: Sie plant unter anderem eine engere Zusammenarbeit mit der Jeseriger Grundschule – etwa bei Turnieren. „Jeder muss seinen Weg finden.“ Und Cordula Marten meint damit auch sich als neue Schulleiterin.

Von Marion von Imhoff

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