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Schulreporter sezieren die Online-MAZ

Brandenburg an der Havel Schulreporter sezieren die Online-MAZ

Was unterscheidet die Online-Ausgabe der Märkischen Allgemeinen von der Printausgabe? Welche Vorzüge hat die eine, welche die andere? Auch mit diesen Fragen hat sich am Mittwoch die Klasse 8a des von-Saldern-Gymnasiums in Brandenburg an der Havel beschäftigt. Die 23 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren sind vier Wochen lang MAZ-Schulreporter.

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Die Achtklässlerinnen des von Saldern-Gymnasiums in Brandenburg studieren die MAZ auf dem Smartboard.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Was unterscheidet die Online-Ausgabe der Märkischen Allgemeinen von der Printausgabe? Welche Vorzüge hat die eine, welche die andere? Auch mit diesen Fragen haben sich am Mittwoch die Schüler der Klasse 8a des von-Saldern-Gymnasiums in Brandenburg an der Havel beschäftigt. Die 23 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren sind vier Wochen lang MAZ-Schulreporter.

In Vierergruppen verglichen sie die Mittwochsausgabe der MAZ mit dem Onlineauftritt. Danach waren die Meinungen geteilt, die Referendarin Ulrike Schwarze dazu einholte: „Ich finde die Printausgabe besser, weil man dann richtig etwas in den Händen hält und es übersichtlicher ist“, sagte Amelie. Max hingegen bevorzugt die Online-Ausgabe, „weil ich da die Artikel, die mich interessieren, schneller finde“. Jana hingegen blättert lieber durch die gedruckte Ausgabe, „weil man da Artikel auch einfach mal schnell überfliegen kann“. Nils verweist darauf, wie praktisch es sei, die MAZ online zu lesen, das Handy habe man ja immer dabei.

Referendarin Ulrike Schwarze mit ihren Schülern während des Deutschunterrichts, in dem für vier Wochen die MAZ mit auf dem Lehrplan steht

Referendarin Ulrike Schwarze mit ihren Schülern während des Deutschunterrichts, in dem für vier Wochen die MAZ mit auf dem Lehrplan steht.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Zuvor hatte Ulrike Schwarze die Online-Ausgabe der MAZ auf der interaktiven digitalen Tafel, dem Smartboard, hochgeladen. In Gruppen gingen die Schüler nach vorne und schauten sich einige Artikel genauer an.

Schüler interviewen MAZ-Redakteurin

Im Anschluss daran verteilte die Deutsch- und Englisch-Referendarin Arbeitstexte über den Aufbau eines Artikels. Wo ist die Schlagzeile eines Textes, was steht in einer Unterzeile, warum steht der Autorenname bei manchen Artikeln gleich unter der Schlagzeile, warum manchmal als Kürzel hinter dem letzten Satz? In Teamarbeit studierten die Saldern-Schüler die Zeitung, schnitten Texte aus, klebten sie in ihre Hefter und machten sich Notizen. Derweil gingen Emely und Leonie durch die Reihen und sammelten Fragen ein, die die Schüler der MAZ-Redakteurin stellen möchten, die in dieser Deutschstunde zu Gast ist. Schließlich führten die beiden Mädchen im Klassenauftrag das Interview, während die übrigen die Antworten der Journalistin notierten. Und sofort merkten, schnell mitschreiben zu können, ist auch wichtig für ein Interview.

Medienbildung steht im Rahmenlehrplan

Ulrike Schwarze ist Referendarin am von-Saldern-Gymnasium in Brandenburg. Die 37-Jährige ist gebürtige Brandenburgerin und hat selbst an diesem Gymnasium ihr Abitur abgelegt.

Mit dem MAZ-Schulreporter 2.0-Projekt ist die angehende Lehrerin hochzufrieden: „Ich finde es sehr praktisch, es in den Unterricht mit einzubeziehen. Mir ist wichtig, dass die Schüler mit einer Tageszeitung vertraut gemacht werden, dass sie wissen, was in ihrer Umgebung passiert.“ Medienbildung steht auf dem neuen Rahmenlehrplan, „umso mehr passt das Projekt hierher“, freut sich Ulrike Schwarze. MAZ-Schulreporter wird medienpädagogisch durch Unterrichtsbegleitmaterial ergänzt.

Das Projekt startete 2007. Vier Wochen lang erhält jeder teilnehmende Schüler kostenlos eine eigene MAZ. Unterstützt wird das Projekt in unserer Region von den Stadtwerken Brandenburg.

Wann wird die MAZ gedruckt? Abends und nachts. Der Andruck der Potsdam-Ausgabe der Märkischen Allgemeinen ist um 0 Uhr. Anderthalb Stunden dauert es, bis allein diese Ausgabe komplett gedruckt ist. Woher bekommen Redakteure ihre Informationen? Von Experten, Behörden, von Betroffenen, von der Polizei – für jeden Artikel hat ein Redakteur zuvor meist von mindestens drei Personen dazu Informationen eingeholt. Wie viele Menschen lesen die MAZ?

Die Antwort: Fast 400 000 Leser erreicht die Märkische Allgemeine pro Tag, weil meist mehrere Menschen eine Ausgabe lesen. Wie lange dauert es, eine Zeitung zu produzieren? Einen ganzen Tag. Die Redakteure fangen am frühen Vormittag mit ihrer Arbeit an, interviewen ihre Gesprächspartner, treffen sich mittags zu Konferenzen, in denen die Ausgabe des nächsten Tages besprochen wird. Nachmittags bis zum Abend schreiben die Journalisten ihre Texte. Im Anschluss kommen an nicht wenigen Tagen noch Abendtermine hinzu.

Die Arbeit der Drucker fängt abends an

Wenn die Redakteure fertig sind, fängt die Arbeit der Drucker erst an. Wenn die Druckmaschine wieder zur Ruhe kommt, holen die Kuriere die Zeitungen ab und bringen sie im gesamten Verbreitungsgebiet, was dem halben Land Brandenburg entspricht, zu den MAZ-Austrägern. Diese sind es, die die Zeitung in den frühen Morgenstunden schließlich in die Briefkästen der Abonnenten stecken. Haben Sie immer genug Artikel, fragte dann Leonie? Jeder Redakteur fischt jeden Tag die Neuigkeiten aus den täglichen Entwicklungen und Nachrichten. Diese zu finden, ist Teil der journalistischen Ausbildung, die ein abgeschlossenes Studium und ein zweijähriges Volontariat umfasst.

Aus all dem nun werden die Schulreporter auf Anregung ihrer Lehrerin einen Artikel schreiben. So ist die MAZ für die Achtklässler eine Hausaufgabe geworden, eine, die hoffentlich Spaß macht.

Von Marion von Imhoff

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