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Schutzengel und Kunsthandwerk

Domladen in Brandenburg an der Havel Schutzengel und Kunsthandwerk

Seit Jahresbeginn läuft der kleine Domladen in Brandenburg an der Havel unter neuer Regie. Cornelia Gerstenberger hat sich des neckischen Lädchens angenommen. In den ersten Monaten ihrer Geschäftstätigkeit hat sie natürlich von der Bundesgartenschau profitiert. Die Geschäftsfrau sieht sich aber auch für die Zeit danach gerüstet.

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Cornelia Gerstenberger (r.) leitet den Domladen.

Quelle: A. Wirsing

Brandenburg an der Havel. Das Geschäft brummt, auch der Domladen profitiert von der Buga-Gästeschar, viele machen einen Abstecher zur Mutterkirche der Mark. Seit Jahresbeginn ist der Laden zwischen Kirche und Friedgarten unter der Regie von Cornelia Gerstenberger, die bundesweit acht Museumsshops sowie temporäre Verkaufseinrichtungen zu Sonderausstellungen betreibt, etwa im Lokschuppen Rosenheim.

„Mit diesem Dom verbinde ich eigentlich ganz viele Urlaubserlebnisse, ich habe mich riesig gefreut, dass Domkurator Cord-Georg Hasselmann auf mich zugekommen ist und mir die Aufgabe angetragen hat. Zudem ist es mein erster Laden im Osten der Republik.“ Cornelia Gerstenberger ist in Jena geboren, in Gera aufgewachsen und lebt heute in Dortmund. Sie ist gelernte Buchhändlerin, hat vor 25 Jahren mit den Shops angefangen, seit elf Jahren ist sie selbstständig. Der Inhaber hatte ihr die Übernahme der Geschäfte angeboten, da hat sie zugegriffen.

Man denkt über die Buga hinaus

Und auch in Brandenburg an der Havel denkt sie über die Bundesgartenschau hinaus. „Ich weiß, dass auch wir an den Besucherströmen partizipieren und bin mir darüber bewusst, dass es auch mal wieder nachlässt.“ Deshalb arbeitet sie bereits jetzt an Programmen, um auch in den Wintermonaten Besucher und Kundschaft zu haben – etwa mit Lesungen an den Adventswochenenden. Den Vertrag mit dem Domstift hat sie erst einmal bis zum Reformationsjahr 2017 abgeschlossen, allerdings mit Verlängerungsoption. Die Grundlage war gut: „Es gab bereits ein gutes Sortiment – nicht zu plüschig, nicht zu barock.“ Cornelia Gerstenberger kauft differenziert für jeden ihrer Läden ein. „Es soll immer zum Haus passen, einen Bezug dazu haben. Und ich kann nicht wie in Rosenheim hier Regenwaldprodukte verkaufen. Und in dieser Region hier ist weniger die Madonnenfigur gefragt, eher der Schutzengel.“

Hinzu komme, dass sie kostengünstig anbieten wolle, keine teuren Repliken oder hochwertigen Schmuck. Vielmehr solle es Kunsthandwerk aus der Region sein, Keramik, etwas Kristallglas und natürlich die Merchandising-Artikel des Domes – so zum Beispiel Tassen, Fingerhüte, Schlüsselanhänger. Alles Produkte, die sonst in der Stadt nicht erhältlich sind. Ihre Liebe zu Büchern ist beim Rundgang durch den Laden unschwer zu erkennen - von der prächtigen Domchronik bis zum Bildband gibt es einiges, auch für unterschiedliche Altersklassen. Und auch die Veröffentlichungen von Schülerprojekten der beiden evangelischen Schulen wie „Kirchenkatze“ oder „Der Dom und die friedliche Revolution“ sind zu haben. Cornelia Gerstenbergers Standortleiterin Marion Heidinger hat auch das „Moderne Antiquariat“ angeregt: Was die Verlage auslaufen lassen, wird aufgekauft, wenn es zum Domladen-Sortiment passt.

Onlineversand? Begrenzt. „Manchmal bekommen wir Mails von Besuchern, die schreiben, sie seien unentschlossen gewesen, und ärgerten sich jetzt, dass sie einen Artikel nicht gekauft haben. Dann schicken wir den natürlich bei Bezahlung zu.“

Von André Wirsing

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