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Brandenburg/Havel Schwedenlinde in Brielow erobert
Lokales Brandenburg/Havel Schwedenlinde in Brielow erobert
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18:57 24.05.2013
BRIELOW

. „Sie ist noch sehr vital“, bestätigt Baumpfleger Gernot Räbel aus Ziesar. „Das sieht man an den großen dunkelgrünen Blättern.“

Gestern sind der Firmenchef und Baumkletter-Kollege Florian Cantner dem rund 400 Jahre alten Riesen in die Krone gestiegen, um weit überhängende Äste zu stutzen und Totholz herauszuholen. Gesichert an Seilen und Haken. Eine Hebebühne wäre viel zu umständlich. Das Brielower Naturdenkmal hat einen Stammumfang von 13 Metern und ist zirka 24 Meter hoch – etwa eben so viel, schätzt Räbel, misst der Kronendurchmesser. Damit ist die Schwedenlinde, unter der ein im Dreißigjährigen Krieg gefallener schwedischer Offizier von seiner Braut beerdigt worden sein soll, einer der stattlichsten Bäume der Mark.

Der Förderverein Dorfkirche Brielow hatte den Kronenschnitt in Abstimmung mit Kirchengemeinde und Unterer Naturschutzbehörde beauftragt, die sich an den Kosten dieser Aktion beteiligt. 2007 war Räbel mit seinen Leuten schon einmal auf dem Brielower Friedhof. Damals war neben Pflegearbeiten auch die in den 90er Jahren eingebaute und beim Orkan Kyrill teilweise gerissene Kronensicherung durch textile Gurte ersetzt worden. Diese wurden nun kontrolliert. Während diesmal nicht viel Totholz zu entfernen war, hat Räbel „mit vielen kleinen Schnitten“ auf der Südseite zur Dorfkirche weit überhängendes Astwerk entfernt, damit es nicht an die sanierte Fassade stößt und diese beschädigt. Außerdem trage diese Maßnahme zur Entlastung der Äste bei. „Denn je länger der Hebel, desto größer die Bruchgefahr“, erklärt der Fachagrarwirt. Nicht angetastet wurden die vor vielen Jahren eingezogenen Zugstangen und Ankerketten.

Dem 2005 gegründete und 21 Mitglieder zählende Förderverein liegt das Ensemble an der Brielower Dorfkirche am Herzen. Im Laufe der Jahre sind laut der Vorsitzenden Elisabeth Elsner mit Hilfe von Fördergeld von Bund und Land, Spenden, Vereins- und Kirchenmitteln etwa 300 000 Euro in den Erhalt von Turm und Kirchenschiff geflossen. Die restaurierte Eingangstür ist ganz frisch gestrichen und der behindertengerechte Aufgang gerade fertig. Wieder schön ist auch das um 1880 gefertigte schmiedeeiserne Friedhofstor, dessen Instandsetzung die Kirchengemeinde des Pfarrsprengels Päwesin finanziert hat. (Von Claudia Nack)

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