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Schweuneke fährt die Kutsche vor

Filmtier-Experte spannt an Schweuneke fährt die Kutsche vor

Er macht Ziegen, Esel und Affen zu TV-Stars. Doch Filmtierexperte Michael Schweuneke aus Marzahne kennt sich auch mit historischen Kutschen aus. Rund 80 Wagen stehen in seinem Fundus und warten auf einen Drehtag. Schweuneke bringt die Pferde gleich mit zum Set und stellt sich als Kutscher-Double zur Verfügung.

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Filmtier-Experte Michael Schweuneke zeigt seine Kutschensammlung.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Marzahne. Armin Mueller-Stahl, Iris Berben, Arnold Schwarzenegger und Jackie Chan: Viele Filmgrößen haben schon in einer der Kutschen Platz genommen die Michael Schweuneke gehören. Im Treck von Maria Furtwängler waren gleich 60 Gespanne aus Marzahne auf der „Flucht“. Schweuneke bringt nicht nur die Fuhrwerke zum Drehort, sondern doubelt auf Wunsch die Darsteller, wenn diese auf dem Kutschbock selbst die Zügel in der Hand halten sollen. Die Pferde für die Ein- und Zweispänner bringt er natürlich gleich mit. Vor allem historische Streifen und Märchenfilme sind ohne Wagen undenkbar.

Rund 80 Kutschen aus verschiedenen Epochen stehen im Fundus von Schweuneke. Hinzu kommen weitere Requisiten auf rund 6000 Quadratmetern Lagerfläche. Sackkarren, Bollerwagen, Koffer, Körbe und Munitionskisten – alles, was Filmemacher gebrauchen könnten. Eine weitgehend unbekannte Tatsache. Hat doch der gelernte Berufsreiter in der Öffentlichkeit als Inhaber der Marzahner Tierfilmschule einen Namen. Bei ihm werden Ziegen, Pferde, Esel, Affen und Stachelschweine zu TV-Stars. Wie schon bei seinem Vater Otto, der die Filmtierschule 1965 gegründet hat. Unvergessen dabei die Weihnachtsgans Auguste.

Die Kutschensammlung hat sich Schweuneke über viele Jahre zugelegt. Ein kleiner Teil der Raritäten ist öffentlich zu besichtigen. Landauer, Jagdwagen, Victoria-Modelle, Coupés und ein Leichenwagen mit Sarg schmücken eine Ausstellungshalle auf dem Gelände des Marzahner Erlebnismarktes. „Immer wenn ich unterwegs bin, halte ich die Augen nach Neuerwerbungen auf. Doch der Markt für historische Kutschen wird immer enger“, berichtet Schweuneke. Ältestes Modell ist ein Coupé aus dem Jahr 1825. Dieser Alltagswagen des Adels und des betuchtem Bürgertums hätte wohl viel zu erzählen. Geradezu gruselig ist das Modell eines Fuhrwerkes mit Folterkorb, in dem Menschen den Filmtod sterben. Schweunekes Kutschensammlung ist in Deutschland einmalig.Der Marzahner versteht sich samt Kutschen und Tieren als Dienstleister für die Filmbranche. Zu sehen sind wieder Pferde und Fuhrwerke von ihm im neuen ARD-Spielfilm „Katharina Luther“, der im Lutherjahr 2017 im Ersten ausgestrahlt wird.

Von Frank Bürstenbinder

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