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Brandenburg/Havel Schwierigkeiten mit der Blitzertechnik
Lokales Brandenburg/Havel Schwierigkeiten mit der Blitzertechnik
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11:03 22.10.2013
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Brandenburg an der Havel

Tempo 30 gilt in der Karl-Liebknecht-Straße. Offenbar wissen und beherzigen das die Einheimischen. „So gut wie alle haben sich daran gehalten“, sagt Polizeioberkommissar Bernd Niesecke um kurz vor 11 Uhr. Er und seine Kollegen haben sich mit ihrem Polizeibus und dem Messgerät keineswegs versteckt. Die Bürger sollen ruhig sehen, dass die Polizei an diesem Tag präsent ist und Erziehungsarbeit auf der Straße leiste. Schließlich sind Geschwindigkeitsüberschreitungen eine häufige Unfallursache.

In der Liebknecht-Straße ist der höchste gemessene Wert 39 Stundenkilometer. Da drücken die Polizisten noch einmal ein Auge zu. Bald darauf schon müssen sie ihr Gerät allerdings einpacken. Es hat den Geist aufgegeben, weitere Messanstrengungen sind überflüssig. Ein junger Mann, der etwas zu flott unterwegs scheint, wird trotzdem angehalten. Wegen des Tempos droht ihm kein Ungemach.

Doch die Beamten schauen sich sein Auto genauer an und stellen fest, dass die Bereifung den Vorschriften widerspricht. Vorn Winterreifen, hinten Sommerreifen, allein das ist verboten. Hinzu kommt, dass die Reifen unterschiedlich groß waren. 235er- und 195er-Reifen an einem Auto, das geht gar nicht. Die Polizei strengt ein Bußgeldverfahren an, das wird nicht unter 40 Euro abgehen.

„Brandenburgs Autofahrer sind langsamer gefahren als an normalen Tagen“, fasste Polizeisprecher Mario Heinemann gestern die ersten Eindrücke zusammen. „Je nach Tempolimit fahren die Leute 30 oder 50.“ An normalen Tagen rase aber etwa jeder elfte Autofahrer. Gestern während des Blitzermarathons sei es nur etwa jeder Fünfzigste gewesen.

Von Jürgen Lauterbach

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