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Sebastian Brendel als Motivator

Olympioniken am Beetzsee Sebastian Brendel als Motivator

Sie waren schon die ganze Woche da - Kinder und Jugendliche, die ihre Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport auf dem Beetzsee austragen. Neben den Medaillen hatten sie nur ein Ziel – ihre Idole wie Sebastian Brendel zu treffen, mit ihnen zu reden. von ihnen ein Autogramm zu erhaschen.

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Unzählige Autogramme gab Sebastian Brendel auf T-Shirts und Paddel.

Quelle: Charlotte Klimas

Brandenburg/H. Der Freitagabend war wohl für viele junge Kanuten ein ganz persönlicher Höhepunkt. Um kurz nach 19.30 Uhr wurden die Olympiasportler des Kanurennsports aus Rio de Janeiro während der 95. Deutschen Meisterschaften auf der Tribüne an der Regattastrecke in Brandenburg am Beetzsee empfangen.

„Es ist immer wieder schön, in Brandenburg zu sein“, sagte Sebastian Brendel kurz vor dem Empfang, „aber meinen ganz persönlichen Höhepunkt hatte ich vor einer Woche. Jetzt bin ich hier, um den Nachwuchs zu motivieren“, sagt Brendel. Auch Jan Vandreys Gedanken sind ganz bei den jungen Kanuten: „Der Sieg in Rio ist auf jeden Fall die ganze Zeit präsent, auch wenn ich ihn noch immer nicht so recht realisiert habe. Heute Abend sehe ich mich aber vor allem als Idol für die ganzen jungen Sportler.“

Um kurz nach 19 Uhr hatte sich bereits eine Traube von jüngeren Kanusportlern vor der Absperrung zur Bühne gebildet. Sie wollten den Olympioniken bei ihrem Auftritt auf die Tribüne am nächsten sein. So bildeten die Mädchen und Jungen der kurz vor Eintreffen der Olympioniken mit ihren in die Höhe gestreckten Paddeln ein mehr als zehn Meter langes Spalier.

Dann kam der Moment, auf welchen die Wettkämpfer und Besucher schon den ganzen Nachmittag gewartet hatten: die Olympioniken rannten durch das Spalier und klatschen dabei freundschaftlich den jungen Sportlern die ausgestreckten Hände ab.

An diesem Abend ging es aber nicht nur um den Empfang der Olympia-Kanuten aus Brasilien, denn auch das Para-Kanu-Team sollte feierlich nach Rio für die Paralympics ab dem 7. September verabschiedet werden. Alle Sportler nahmen vor der Beetzseekulisse Platz.

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann bezeichnete die jungen Sportler der diesjährigen Meisterschaften als die ganz besonderen Stars des Abends und sprach von einer verheißungsvollen Zukunft für den deutschen Kanurennsport. Aber auch ein schmerzvoller Blick in die jüngste Vergangenheit war Teil des Empfangs: alle Sportler und Besucher teilten gemeinsam Momente der Stille, in dem sie zusammen mit Thomas Konietzko, Präsident des DKV, dem in Rio verunglückten Trainer Stefan Henze gedachten. Mit einem imposanten Beifall wurde die Schweigeminute beendet. „Lasst uns Stefan da oben zeigen, dass wir ihn gedenken“, so Konietzko.

Günter Baaske, Minister für Jugend, Kultur und Sport, lobte, dass Kanuten und Parakanuten bei den diesjährigen Meisterschaften im Wechsel gestartet sind. Dies sei Ausdruck für die gelungene Integration der Parakanuten in den Kanurennsport.

Später durften sich die Athleten der Nationalmannschaft in das Goldene Buch der Stadt Brandenburg eintragen.

Dann folgte der Höhepunkt des Abends: eine symbolische Übergabe der olympischen Flamme durch die Olympioniken an die Para-Athelten. Elisa Niemann, 13, der LVB Leipzig, durfte zusammen mit einem jungen Kanuten die Fackel an den zweifachen Medaillengewinner Max Hoff herantragen: „Ich wurde einfach dafür ausgesucht, die Fackel zu tragen. Aber als ich dann tatsächlich die Fackel in der Hand hielt, um auf die Tribüne zu treten, war ich ziemlich aufgeregt.“

Nachdem die Fackel an die Para-Kanutin Edina Müller überreicht wurde, begann der kulinarische Teil des Abends: das Organisationsteam trug eine Torte von Condiart der Meister Möhring GmbH auf die Tribüne. Oberbürgermeisterin Thiemann schlug vor, das essbare Kunstwerk zwischen den Olympioniken und Jung-Kanuten aufzuteilen, was mit einem kräftigen Publikumsapplaus befürwortet wurde. Die Ehrengäste hatten aber wenig Zeit zum Essen, denn zahlreiche T-Shirts und Paddel der jungen Fans mussten signiert werden.

Tammo (13) vom Malchiner KC, dass er heute Sebastian Brendel schon drei mal begegnet sei: „Das erste Mal bin ich nur an ihm vorbei gelaufen, das zweite Mal habe ich ihn drüben am Strand gesehen und jetzt eben habe ich endlich ein Autogramm von ihm bekommen.“, erzählt er begeistert. Tammo verrät außerdem, dass er im Stillen den tiefen Wunsch hege, auch einmal Leistungsportler im Kanu zu werden. Das Treffen mit Brendel und Vandrey heute hätten den Wunsch noch einmal ganz besonders bestärkt.

Von Charlotte Klimas

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