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Brandenburg/Havel Von Lügen und Träumen
Lokales Brandenburg/Havel Von Lügen und Träumen
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11:00 02.06.2014
Quelle: J. Steiner
Viesen

Mit unbändiger Spiellust verkörpert der Schauspieler Maximilian Löwenstein Peer Gynt, diesen Träumer und Lügner. Sein Vater hat das Vermögen der Familie verprasst und Frau und Sohn in tiefster Armut zurück gelassen. Peer Gynt leidet schwer darunter, doch ein Außenseiter aus Armut will er nicht sein. Er flüchtet sich in Tagträume und Fantasien und erzählt die unwahrscheinlichsten Geschichten von den Abenteuern, die er in den Wäldern und Bergen rings um sein Dorf angeblich erlebt hat. Seine Mutter Aase (Stella Maria Adorf) leidet unter seinen Lügengeschichten und ist verzweifelt: „Wie kann ich froh sein, ich, die so ein Schwein zum Sohn hat“, klagt sie. Doch der treibt es immer toller. Und als er die Braut eines anderen entführt und missbraucht, wird er für vogelfrei erklärt.
Die Inszenierung von Regisseur Boris von Poser hat shakespearesche Qualitäten. Aus Ibsens szenen- und personenreichem Stück hat er mit drei Schauspielerinnen und zwei Schauspielern Schlüsselszenen ausgewählt und atemberaubend gestaltet. Auch das Ambiente stimmt. Im ersten Teil des Stückes ist das Scheunentor zum Feld hin weit offen. Vögel fliegen ein und aus und es überrascht wenig, dass Fabelwesen und Trolle auftauchen. Wo, wenn nicht hier, sollten sie zu Hause sein?

Horst Vogelsang hat ein minimalistisches Bühnenbild geschaffen, das genau in das karge Ambiente passt. Eine Zuschauertribüne gibt es diesmal nicht. Das Publikum wird an den Längsseiten der Scheune platziert. Der Mittelraum der Scheune wird gänzlich zum Spielen genutzt. Eine Rampe aus Holzbohlen beherrscht den Raum. Sie kann von beiden Seiten aus bestiegen werden. Ihre schrägen Ebenen dienen als Bühne. An der Stirnwand der Scheune steht ein Metallbett auf Strohstreu – Refugium für die beiden wichtigsten Frauen in Gynts Leben: Seine Mutter Aase und Solveig (Frederike Schinzler), die ihn liebt und ihm lebenslang treu bleibt. Daran kann auch die Tochter des Trollkönigs, herrlich gespielt von der deutschlandweit bekannten Schauspielerin Birge Schade, nichts ändern.
Der zweite Teil des Stückes ist nicht ganz so stimmig. Auf die Scheunenwand projiziert ist das Bild einer südlichen Landschaft mit Palmen. Das wirkt deplatziert in dieser rustikalen Umgebung. Gunter Seidler, der vor der Pause als Trollkönig brilliert hat, erscheint blass in der Rolle des älter gewordenen Peer Gynt. Der ist als skrupelloser Geschäftsmann weit in der Welt herum gekommen. Sklavenhändler war er, Missionare hat er nach China vermittelt. Er ist reich geworden und will noch reicher werden, als Kriegsgewinnler diesmal. Aber er verliert alles, gerät in ein Irrenhaus. Nirgendwo findet Peer Gynt zu sich selbst. „Das Leben ist wie eine Zwiebel“, stellt er fest. Die hat zwar viele Schalen, aber keinen Kern. Nur Solveig hält unbeirrt zu ihm. Mit ihrer Liebe adelt sie ihn, macht aus ihm etwas ganz Besonderes und rettet so seine Seele.

Von Ann Brünink

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