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Brandenburg/Havel Darum ist der Himmel bald voller Segelflieger
Lokales Brandenburg/Havel Darum ist der Himmel bald voller Segelflieger
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16:30 10.08.2018
Alle sind da und treffen letzte Vorbereitungen für die Flüge in den kommenden Tagen. Mit dabei auch Hans Jürgen Schmacht aus Bamberg der sich hier qualifizieren möchte, um dann gegen Samuel Gries aus Stuttgart, der sich letzte Woche in Zwickau als Sieger qualifizierte, anzutreten (v. li.). Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

In den nächsten Tagen werden sie wieder über dem brandenburgischen Himmel kreisen, die Segelflieger, die sich beim nun schon 12. Offenen Märkischen Vergleichsfliegen, dem OMV 2018, für die Deutschen Meisterschaftenn im nächsten Jahr qualifizieren wollen.

Insgesamt 56 Segelflieger gehen in den beiden Klassen Doppelsitzer mit 20 Meter Spannweite und Clubklasse bis 15 Meter Spannweite (Einsitzer) vom Segelflugplatz Mötzow aus bis nächsten Freitag an den Start. Die Segelflieger, die sich hier qualifizieren wollen, kommen aus dem gesamten Bundesgebiet von Bayern über das Sauerland oder der Küste bis aus Sachsen-Anhalt.

„Jeder Pilot muss sich vor der Qualifikation festlegen, wo er diese machen möchte. Man kann sich nicht mehrfach ausprobieren, bis man es vielleicht doch schafft. Geflogen wird möglichst jeden Tag und es gibt für jeden Tag maximal 1000 Punkte zu erreichen. Dabei müssen die Piloten verschiedene Orts-Punkte anfliegen“, so der Sportdirektor Matthias Kaese.

Absage wegen Unwetterwarnung

Leider musste der Start am Donnerstag bereits wetterbedingt abgesagt werden, weil der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Sturmvorwarnung von Mittag bis weit nach Mitternacht ausgegeben hatte. Aber einige Segelflieger nutzten den ersten Wettkampftag zu Trainingsflügen. Dabei musste der Erste am Nachmittag in der Nähe von Schmerzke bereits eine Außenlandung machen.

Da alle Flieger im Prinzip gleichzeitig starten, kann man mit Glück am Himmel über dem Beetzsee bis zu 30 oder mehr Segelflugzeuge gleichzeitig sehen. „Die Flieger werden alle in einen gleichen Raum geschleppt und 20 Minuten nachdem der letzte in diesem Raum ist, wird der Start über die imaginäre Abfluglinie frei gegeben. Das ist die Gerade zwischen zwei Koordinatenpunkten.

„Dann müssen die Piloten für sich entscheiden, wann und wie sie die einzelnen Punkte anfliegen, das wird dann gewertet. Fünf Kilometer vor dem Flugplatz ist das Ziel. Von dort geht es in eine Platzrunde zur Landung. Wenn man mag, kann man das beobachten immer in den späteren Nachmittagsstunden“, erklärt Kaese. Schon am Mittwoch bei den Trainingsflügen gab es ein besonderes Spektakel: Da landeten die Flieger alle kurz hintereinander, weil eine mächtige Gewitterfront aufzog und sich recht schnell entlud.

Für die besten geht es zur Deutschen Meisterschaft

Die besten sechs Segelflieger der Qualifikation dürfen dann im nächsten Jahr zu den Deutschen Meisterschaften, die immer alle zwei Jahre stattfindet. Insgesamt werden an acht Standorten Qualifikationen in sechs verschiedenen Klassen ausgetragen. Dabei sind dann immer 30 bis 35 Segelflieger am Start.

An diesem Freitag nun leisteten die fünf einmotorigen Schlepper vom Typ „Wilga“ Schwerstarbeit: Innerhalb nur einer Stunde hievten sie alle 56 Segelflugzeuge in die Luft, so dass die Wettkämpfe regulär beginnen konnten. Doch schon gab es wieder die ersten Beschwerden, heißt es aus der Sportleitung, vor allem Menschen aus Brielow fühlten sich gestört.

„Zu DDR-Zeiten hat es so etwas nicht gegeben“, stöhnt ein Verantwortlicher. Doch sei die Sportveranstaltung regulär angemeldet und auch genehmigt, so dass Beschwerden kaum Aussicht auf Erfolg haben dürften.

Von Rüdiger Böhme

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