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Brandenburg/Havel Seifen für Körper und Seele
Lokales Brandenburg/Havel Seifen für Körper und Seele
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02:15 13.12.2015
Annett Förster mit Winterseifen und Körpercremes. Quelle: Claudia Nack
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Göhlsdorf

König Winter, Schneeengel, Drei Könige heißen drei von sechs Winterseifen. „Die Weihnachtsproduktion ist durch. Der Versandt läuft auf Hochtouren“, sagt Annett Förster. „Dass es so einschlägt, hätte ich nicht gedacht.“ Die Heilpraktikerin hat in Göhlsdorf vor drei Jahren die Seifenmanufaktur „SauberKunst“ eröffnet. Als Ein-Frau-Firma fing sie an. Inzwischen hat die 37-Jährige eine Festangestellte und vier Stundenkräfte. Die rein pflanzlichen und handgefertigten Produkte vertreibt sie über Online-Handel.

„Es ist nicht nur einfach Seife, sondern etwas für Körper und Seele. Denn Farben und Düfte wirken auf das Wohlbefinden der Menschen“, weiß Förster, die seit 2010 im eigenen Haus mit einer Naturheilpraxis selbstständig ist. „Homöopathie ist nicht nur mein Beruf, sondern meine Berufung“, sagt die überzeugte Veganerin.

Vormittags steht die Mutter dreier Töchter eine Etage tiefer in der Seifenküche. Ihre Arbeitsgeräte: Gastro-Edelstahltöpfe, Küchenmaschine, Pürierstab. Etwa 30 Kilo Seife siede sie am Tag. Mal mehr, mal weniger, je nach Bedarf. Dieses Jahr sei die 5000-Paket-Marke bereits im September geknackt worden. Bis Jahresende rechnet sie mit 7000 Sendungen, die europaweit verschickt werden, mittlerweile aber auch in die Welt gehen. Das Weiteste seien Hawai und die USA. Der asiatische Markt sei noch unberührt. Im Herbst 2017 hat Annett Förster vor, in Berlin ein Ladenlokal zu eröffnen und weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Die Festangestellte Julika Joppich aus Rädel sei bereits zur Seifensiederin ausgebildet. Ihr Mann, ein Betriebsprüfer in Elternzeit, halte ihr den Rücken frei. Die älteste Tochter (15) kreiere selbst schon Seife.

„Erst war es ein Hobby, das sich aus der Notwendigkeit heraus entwickelte“, erzählt die aus Jeserig stammende junge Frau. Wegen der Neurodermitis ihrer mittleren Tochter (12) als Baby habe ihr die Hebamme damals empfohlen auf übliche Pflegeprodukte zu verzichten und Naturseife zu benutzen. Irgendwann kam die Idee, diese selbst herzustellen. Sie machte sich auf Internetforen schlau und tastete sich mit Hilfe ihrer Chemiekenntnisse Schritt für Schritt heran. Später hätten Freunde und Patienten sie darin bestärkt, sich mit Naturseife selbstständig zu machen, obwohl sie wegen der strengen Kosmetikverordnung und hohen Sicherheitsvorschriften erst Bedenken hatte.

Mit acht zertifizierten Naturseifen nach eigener Rezeptur ging Annett Förster an den Start, jetzt sind es etwa 40 vegane Seifensorten, neun feste Shampoos und 15 Körperpflegeprodukte von Kopf bis Fuß. „Alles ohne Konservierungsstoffe, Silikone, Parabene und ohne Mikroplastik“, erklärt sie. Die Rohstoffe wie Sheabutter, Kakaobutter und Olivenöl beziehe sie direkt aus den Herkunftsländern und achte darauf, dass sie fair gehandelt sind. „Für mich ist mit dieser Ergänzung ein Traum in Erfüllung gegangen, denn ich bin ein kreativer Mensch, aber auch von der Biologie fasziniert“, sagt sie.

„SauberKunst“ produziert schon für den Valentinstag und die Frühlingssaison. Duftrenner seien Kirschblüte bei Damen, Mayan Gold oder Lemongras bei Männern. Annett Förster schwört im Sommer auf „Meertau“ und im Winter auf „Tannengold“. „So hat früher Weihnachten gerochen.“

Von Claudia Nack

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