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Seit 25 Jahren Brot und Brötchen für Ziesar

Eine Kleinbäckerei behauptet sich am Markt Seit 25 Jahren Brot und Brötchen für Ziesar

Gleich nach der Wende hat die Familienbäckerei Hinze in Ziesar eröffnet. Inzwischen sind 25 Jahre vergangen und das ist ein Grund für Rück- und Ausblick.

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Ab in den Ofen – bei der Bäckerei HInze ist viel Handarbeit dabei.

Quelle: Silvia Zimmermann

Ziesar. Während die kleine Stadt Ziesar noch schläft, es draußen noch dunkel und kalt ist, herrscht in der Backstube im Haus im Breiten Weg 18 fast die ganze Nacht lang ein geschäftliches Treiben. Sauerteig wird zubereitet und zu Brot verarbeitet. Seit einem viertel Jahrhundert nun bäckt die Bäckerfamilie Hinze in Ziesar täglich frische Brötchen und Brot.

„Wenn wir den Sauerteig zu Brot verarbeiten, dann hat dieser bereits 18 Stunden Herstellungszeit hinter sich. Ich setzte den Teig jeden Tag um 15 Uhr an“, gibt Karl Hinze zu verstehen. Abends um 19.30 Uhr begibt sich der Bäckermeister Hinze in seine Backstube und verarbeitet Mehl, Wasser, Salz, Zucker, Milch und Hefe zu verschiedenen Teigen. Unterstützt wird er durch seinen Sohn Bodo (52), dem Gesellen Christian Steinert und Ingrid Raabe. Diese verarbeiten alles zu Brötchen, Pfannkuchen, Streuselschnecken oder Blechkuchen. „Wir beginnen mit unserer Arbeit in der Nacht. Um vier Uhr morgens schließe ich den Laden auf und die ersten Brötchen werden da auch bereits gekauft. Bei uns steht der Kunde im Vordergrund und wir konnten bis jetzt fast jeden Kundenwunsch erfüllen“, sagte Hinze. Im Verkaufsraum steht Ehefrau Anita (72) bereits in aller Frühe hinter der Ladentheke und bedient die Kunden. Brötchen, Kaffee to go, Kuchen oder die MAZ wechseln bereits in aller Frühe die Besitzer. Unterstützt wird die gelernte Verkäuferin von ihrer Tochter Beate Block und der Verkäuferin Cornelia Müller aus Ziesar. In Woltersdorf gibt es eine Zweigstelle, dort verkauft Marlies Wolter die Bäckerwaren.

Beim Umdrehen der Brötchen

Beim Umdrehen der Brötchen.

Quelle: Silvie Zummermann

Das Handwerk ist Familientradition

Karl Hinze stammte aus einer Bäckerfamilie in Uchtdorf in Sachsen Anhalt. Der heute 75jährigen Bäckermeister begann 1955 seine Ausbildung im Familienbetrieb. Es stand damals bereits fest, dass er die Bäckerei im Nachbarort übernehmen sollte. Dann kam die Armeezeit dazwischen. Während der Armeezeit begann sich der junge Karl für die Kraftfahrzeugtechnik zu interessieren. Er begann eine Ausbildung und studierte in Dresden KFZ-Technik. Nach seinem Studium war er als technischer Direktor im Kraftverkehr Brandenburg tätig. Mit der politischen Wende 1989 kam das aus für den Kraftverkehr und auch das berufliche aus für Karl Hinze. Seine Frau Anita, sein Sohn Bodo, die Tochter Beate standen ebenso vor dem beruflichem aus. „Wir überlegten, was wir tun sollten und waren uns einig, dass wir wieder ins Bäckerhandwerk einsteigen wollten. Wir informierten uns bei der Handwerkskammer in Brandenburg.“

Entscheidung für Ziesar

Diese empfahlen leerstehende Bäckereien in Pritzerbe oder Ziesar zu übernehmen. „Wir entschieden uns für Ziesar. Unsere erste Backstube befand sich in der ehemaligen Bäckerei im Breiten Weg 1.“ Die Bedingungen waren sehr schlecht, so dass recht schnell nach einer neuen Lösung gesucht werden musste. Das Haus Breiter Weg 18 stand damals leer. Die damaligen Bürgermeister Peter Berbalk und Sieglinde Wendt unterstützten uns sehr.“ Die Familie kaufte das Haus. Es musste aber umgebaut werden. Es wurde einen Backstube, ein Fettraum und ein Konditorraum angebaut und technische Geräte, wie der Backofen, eingebaut. Später entstand noch ein Cafe`-Raum“. Seinen Sohn Bodo bildete Altmeister Hinze zum Bäcker aus. Dieser absolvierte 1993 in Rehbrücke seinen Meister. „Ein Jahr später übergab ich die Bäckerei an meinem Sohn Bodo“, sagte Karl Hinze. Lehrlinge wurden ausgebildet, sogar sein Enkel Christian Block absolvierte hier die Bäckerlehre. „Wir produzieren täglich ca. 2000 Brötchen und ca. 100 Brote. „ Mit dem Bäckerwagen fahren wir in die Orte bis nach Sachsen Anhalt und bringen die Ware zum Kunden. Der Standort Ziesar allein reicht nicht aus“, so Hinze.

Den Schritt nie bereut

Bereut hat die Familie Hinze den Schritt in die Selbständigkeit nicht. „Die Ziesaraner haben uns als Bäckerfamilie angenommen und das freut uns sehr. Am Montag, dem 2. November gibt es ab 8 Uhr für die Kundschaft ein kleines Dankeschön in Form eines Buffets. Wir wollen damit Danke sagen für „25 Jahre Bäckerei Hinze in Ziesar“, so die Familie.

Von Silvia Zimmermann

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