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Seit 60 Jahren glücklich

Hannelore und Walter Titz feiern Diamanthochzeit Seit 60 Jahren glücklich

Hannelore und Walter Titz haben vor 60 Jahren in Fohrde geheiratet. 1951 funkte es beim Weihnachtstanz im Café Graf in Brandenburg. "Wir würden uns wieder nehmen", sagt das Jubiläumspaar.

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Walter und Hannelore Titz führen seit 60 Jahren eine harmonische Ehe.

Quelle: Claudia Nack

Havelsee. Ihre Diamanthochzeit feiern Hannelore und Walter Titz heute mit Familie, Freunden und Nachbarn in der Gaststätte „Am Kreuzdamm“ in Pritzerbe, doch kennen gelernt haben sich beide 1951 in Brandenburg beim Weihnachtstanz im Café Graf in der Hauptstraße, das jetzt „San Marco“ heißt. Sie war mit ihrer Freundin Helga da, er mit seinem Freund Gerd. „Wir tanzten viel, unterhielten uns nett und verliebten uns noch am gleichen Abend.“ Beide gingen noch eine Weile miteinander, haben geflirtet und sich besucht, bis sie sich vor 60 Jahren in der Fohrder Kirche das Ja-Wort gaben. „Helga und Gerd brauchten bis zur Hochzeit etwas länger“, erzählen sie. Die Paare verloren sich nie aus den Augen.

„Wir würden uns wieder nehmen“, sagen Hannelore und Walter Titz, die auf eine harmonische Ehe zurückblicken. „Man huddert sich zwar mal, doch es gab nie ein böses Wort.“ Beide stammen aus Fohrde, kannten sich vorher aber nicht. Die heute 80-Jährige ist im Dorf aufgewachsen, ihr drei Jahre älterer Gatte in der Stadt Brandenburg. Sie arbeitete viele Jahre in der Landwirtschaft bei der LPG auf dem Feld und fuhr im Sommer Trecker, er war bis zur Rente Lokführer bei der Betriebsbahn des VEB Chemiefaserwerk Premnitz. Das Ehepaar wohnte lange in der Fohrder Hauptstraße zur Miete, seit zehn Jahren in der Puschkinstraße in Pritzerbe.

„In den 60 Jahren haben wir Freud und Leid geteilt“, sagten Hannelore und Walter Titz. Der schwerste Schicksalsschlag traf sie, als ihr einziger Sohn Torsten im Alter von 36 Jahren bei einem Betriebsunfall vor 23 Jahren auf dem Pritzerber Mischplatz tödlich verunglückte. „Das verwindet man nie.“ Trost und Halt geben ihnen ihre zwei inzwischen erwachsenen Enkel, die Schwiegertochter und deren neuer Partner. „Er ist wie ein Sohn zu uns, immer hilfsbereit“, sagen sie.

Die schönsten Urlaube habe das diamantene Paar mit den Enkeln beim Zelten in Spindlermühle in Tschechien verlebt. „Mit Saporosch, Anhänger und Gasflasche ging es damals ins Riesengebirge“, erzählen sie. In Deutschland seien sie viel verreist. „Wenn es uns einmal gut gefällt, kommen wir immer wieder.“ Inzwischen fahren sie nur noch zur Kur an die polnische Ostsee.

Die schöne Jahreszeit verbringen beide in ihrem kleinen Garten an der B 102 in Fohrde, den sie seit 58 Jahren haben. Blumen, Gemüse, etwas Obst. Morgens wird zuerst die MAZ gelesen, die sie schon bezogen als diese Zeitung noch Märkische Volksstimme hieß. Auch wenn Walter Titz seit einem Beinbruch vor zweieinhalb Jahren seiner Frau im Garten nicht mehr zur Hand gehen kann, sind beide dort glücklich. „Es ist unser Gesundbrunnen.“

Von Claudia Nack

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