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Brandenburg/Havel Seit Jahrzehnten im Dienste der Feuerwehr
Lokales Brandenburg/Havel Seit Jahrzehnten im Dienste der Feuerwehr
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00:26 13.12.2015
Egon Kahle (l.) und Erich Räck vor dem alten Gerätehaus, bei dessen Bau sie 1978 mithalfen. Quelle: Claudia Nack
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Viesen

„Die Goldmedaillen bleiben an den Ausgangsuniformen bis zum nächsten Anlass“, sagen Egon Kahle und Erich Räck. Die beiden Viesener gehören zu den 54 Feuerwehrleuten aus Potsdam-Mittelmark, die vor wenigen Tagen in Werder mit der Medaille für treue Dienste in der Sonderstufe Gold und einer von Brandenburgs Innenminister unterschriebenen Urkunde geehrt wurden. Kahle ist seit 50 Jahren bei der freiwilligen Feuerwehr, Räck sogar seit sechs Jahrzehnten.

„Fast alle jungen Männer waren damals in der Feuerwehr. Das ist auf den Dörfern so üblich gewesen“, sagen sie. „Und wer Haus und Hof hatte, fühlte sich sicherer.“ Der heute 74-jährige Kahle und der fünf Jahre ältere Räck sind die meiste Strecke des Weges gemeinsam gegangen. Auch beruflich. Denn beide sind Landwirte, haben erst auf den Familienhöfen gearbeitet, dann als Traktoristen bei der LPG „Glück auf“, zuletzt bei der Agrargenossenschaft „Fiener Bruch“. Anders als der im Dorf geborene Kahle, ist Räck vor 60 Jahren in die Wusterwitzer Feuerwehr eingetreten und 1959 nach Viesen gewechselt, wo das Elternhaus seiner Frau Gerda steht.

Räck: Seit 60 Jahren dabei

Wie oft beide im Laufe der Jahre mit der 1927 gegründeten Wehr zu Einsätzen ausgerückt sind, können sie beim besten Willen nicht sagen. „Zu DDR-Zeiten waren viele Waldbrände darunter“, erzählen sie. Denn die Panzer der Sowjetarmee seien von Kirchmöser durch den nahen Wald bis Mahlenzien gefahren, wobei es öfter Funkenflug gegeben habe. Ebenso bei der kohlebetriebenen Kleinbahn auf der Strecke Ziesar-Wusterwitz. „Da waren wir öfter draußen, weil die Böschung brannte.“ Nach Rogäsen eilte man einige Male zu Hilfe als ein Brandstifter sein Unwesen trieb. In Erinnerung geblieben ist beiden auch der Blitzeinschlag 1967 in Viesen bei Gerhard Friedrich, dessen Stall gerettet werden konnte.

Nicht mehr zu retten war dagegen eine Scheune bei Räck selbst, dessen ältester Sohn als Junge mit einem Cousin versucht hatte, im Windstillen eine Wunderkerze anzuzünden. Der Schock bei Feuerwehr-Familie Kahle, liegt erst zwei Jahre zurück: Nach einem Kurzschluss in der Küche musste Tochter Sandra mit Freund und kleiner Tochter für ein halbes Jahr zu ihren Eltern ziehen, weil die verrußte Wohnung in dieser Zeit nicht bewohnbar war.

Wunderkerze zerstört Scheune

Kahle und Räck haben noch erlebt, als der Tragkraftspitzenanhänger vom Trecker gezogen wurde. Von dem halben Dutzend Wehrführern während ihrer Zeit hat Ernst Doellert die Viesener Floriansjünger am längsten geführt. Beim Bau des 1978 am Standort der alten Schmiede in Eigenleistung gebauten Gerätehauses gehörten Kahle und Räck zu den „Handlangern“. „Damals halfen alle mit.“ Ganz besonders erinnern sie sich an die Brüder Willi und Otto Falkenberg, die wie die Weltmeister gemauert hätten.

Als 2002 die neue Halle für das neue Fahrzeug in Betrieb genommen wurde, waren Kahle und Räck nicht mehr aktiv. Jahrelang saßen sie bei Feuerwehrfesten wie dem Lindenfest gemeinsam an der Kasse. „Jetzt sind jüngere dran“, sagen sie. An der freiwilligen Feuerwehr schätzen sie die Gemeinschaft, die Kameradschaft und den Zusammenhalt. In Viesen mit 180 Einwohnern, wo es seit 2009 noch die Lehnschulzenhofbühne gibt, ist fast das halbe Dorf im Feuerwehrverein.

Von Claudia Nack

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