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Seniorenfahrt: Mit dem Rollator in den Bus

Brandenburg an der Havel Seniorenfahrt: Mit dem Rollator in den Bus

Der Seniorenbeirat in Brandenburg an der Havel unter Renate Schneider pflegt engen Kontakt zu den sozialen Einrichtungen und berät Entscheidungsträger der Stadt in allen Angelegenheiten, die ältere Menschen betreffen. Aber er organisiert auch das Leben der Senioren vor Ort: Jetzt mit einer Stadtrundfahrt für Menschen, die schlecht laufen können.

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Quelle: privat

Brandenburg/H. Mobilität und bezahlbares Wohnen – möglichst im gewohnten Wohnumfeld, das sind die Hauptthemen, die Brandenburgs Senioren umtreiben. Allen voran die rührige Chefin des Seniorenberats Renate Schneider. Nach ihrer aktiven zeit als FDP-Landtagspolitikerin hat sie sich mit Haut und Haaren den Belangen der alten Menschen in der Stadt Brandenburg verschrieben.

Mit Blick auf die Hauptprobleme der Senioren, sind es die Wohnungsbaugesell- und -genossenschaften sowie die Verkehrsbetriebe, mit denen der Beirat eine enge Zusammenarbeit pflegt, stellt Schneider klar. „Außerdem unterstützen wir die Förderung von Kultur, Bildung, Sport für Ältere sowie die Altenhilfe vor allem für hilfsbedürftige Bürger“, sagt sie weiter.

Um die Senioren auf Trab zu bringen, hat sich der Beirat jetzt etwas besonderes einfallen lassen: „Wir alle wissen, wie schwer es für einige Senioren ist, auf Grund einer Gehbehinderung die Schönheiten unserer Stadt zu erkunden. Dies gilt sowohl für Senioren, die allein zu Hause leben, als auch für Senioren in Heimen.“

Deshalb organisierte der Beirat eine Busfahrt mit zwei Bussen der Verkehrsbetriebe und zwei Stadtführerinnen. Für eine große Gruppe dieser Senioren führte eine zweisündige Rundfahrt durch die Stadt Brandenburg – vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten der Altstadt, der Neustadt und der Dominsel.

Dazu gaben die beiden Stadtführerinnen Annedore Schreiber und Ute Schulze wichtige Informationen über historische Bauten und die Stadtgeschichte sowie die vielen neuen Errungenschaften, die das Gesicht der Stadt in den letzten Jahren verschönert haben. Alle gehbehinderten Senioren wurden von Betreuern begleitet und von zu Hause oder aus dem Heim abgeholt und auch zurückgebracht.

Renate Schneider: Beim Aussteigen waren sich alle Senioren einig, dass sie schon lange nicht mehr so einen interessanten Tag erlebt haben.“ Ohne die Unterstützung der Sparkasse und einen „sehr ermäßigten Fahrtpreis“ der Verkehrsbetriebe, wäre das gar nicht machbar gewesen, sagt Renate Schneider. Die beiden Busfahrer Henry Prenzlow und Jürgen Prenzlow, waren aus der Verwaltung der VBBr eingesprungen, da viele Busfahrer zur Zeit erkrankt waren und die angekündigte Fahrt nicht ausfallen sollte.

Der Seniorenbeirat der Stadt Brandenburg widmet sich seit vielen Jahren als Interessengemeinschaft von Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften, Parteien, Institutionen der Kirche sowie öffentlicher Einrichtungen der Altenarbeit. Das ist in Brandenburg besonders wichtig: Mit „rund 30 Prozent hat die Stadt Brandenburg die meisten Senioren im Land Brandenburg.“

Von Benno Rougk

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