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Brandenburg/Havel Sichtbar evangelisch, sichtbar ein Team
Lokales Brandenburg/Havel Sichtbar evangelisch, sichtbar ein Team
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02:15 11.02.2016
Das Kreuz als Zeichen der Geborgenheit: Elisabeth Böer (links) und Isadora Paul im Andachtsraum des Domgymnasiums. Quelle: André Wirsing
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Brandenburg/H

Das Kreuz empfindet Isadora Paul (16) als Symbol für Geborgenheit und Schutz, obwohl sie selbst keiner Kirche angehört. Ihre protestantische Mitschülerin Elisabeth Böer (17) sieht das Kreuz als Rahmen, als zur Schule gehörend an: „Es ist vielleicht nicht alles schön, aber wir erleben es doch zusammen“.

Am Evangelischen Gymnasium auf der Dominsel spielen die christlichen Symbole eine große Rolle – es gibt sie im Andachtsraum, in der Mensa und natürlich in der „Hauskirche“ im Dom. Die Schulstiftung der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD hatte im vergangenen Jahr einen Wettbewerb ausgelobt „Sichtbar evangelisch“. Dabei ging es um Schulkreuze, ihr Entstehen, ihre Bedeutung, ihre Rolle und ihr Nutzen im Schulalltag. Schulleiter Winfried Overbeck konnte gemeinsam mit den beiden Schülerinnen in Hannover den dritten Preis in Empfang nehmen – nebst 500-Euro-Scheck. Bundesweit hatten sich 61 evangelische Schulen beteiligt.

Christliche Symbole spielen große Rolle

Die jungen Frauen hat er bei einer Art Casting ausgewählt: „Sie engagieren sich sehr beim Ten Sing und beim jährlichen Schools Day, da hielt ich sie auch für prädestiniert dafür, die Schule in Hannover zu vertreten.“ Zuvor mussten sie aber überraschend vor ihre jeweilige Klasse treten und die Schule, ihren Alltag, ihre Besonderheiten anhand einer Powerpoint-Präsentation vorstellen. Praktisch die Generalprobe für Hannover. Bestanden, schließlich organisieren die Schülerinnen im Ten Sing beim CVJM ganze Programme, studieren mit den Achtklässlern Vorstellungsshows für die Neuankömmlinge an der Schule ein. Sie identifizieren sich mit ihrem Gymnasium und können es nach außen gut „verkaufen“.

Nun ging es eben um die Symbole – das Preisträger-Kreuz stammt vom allerersten Schülerjahrgang, der 2006 eingeschult wurde. In der Auftaktwoche hatte die damalige Kunstlehrerin Friederike Seim hatte eine Idee, die in abgewandelter Form zur jährlichen Tradition entwickelt wurde: Sie besorgte vom Dom ein Holzkreuz, für das jeder der 50 Schüler und der Schulleiter eine kleine Metallplatte anfertigten – ein Motiv, das mittels Salpetersäure geätzt wurde, mit den Platten ist nun das Kreuz beschlagen: Die Motive reichen vom Fisch über Peace-Zeichen, fröhlichen Gesichtern, Yin-Jang-Zeichen, Friedenstaube, Notenschlüssel bis zum Davidstern. Overbeck legte seine Weltkugel in zwei aufgereckte Hände.

Projektlernen

Das Domgymnasium ist seit 2006 in Betrieb.

Bis 2007 wurde es noch zur Ganztagsschule ausgebaut.

Derzeit lernen hier 300 Schüler.

Die Einrichtung ist offen für Kinder aller Konfessionen, aber auch für religiös nicht gebundene Schüler.

Religionsunterricht ist fester Bestandteil des Fächerkanons.

Projektlernen und altersgemischte Lerngruppen begünstigen eigenverantwortliches und soziales Lernen, der starre 45-Minuten-Rhythmus ist überwunden.

Es gibt Bläser- und Chorklassen sowie 16 Arbeitsgemeinschaften.

2007 wurden ähnlich die Altarkerzenleuchter, später der Osterkerzenständer, zwei große Fischsymbole, das Kreuz in der Mensa gestaltet. In die Klassenräume zogen Weinstock, Segelschiff, Ölzweig und Bienenstock ein – immer haben Schüler darauf ihre Beziehung zum Christentum und seinen Symbolen dargestellt. Das schafft Bindungen, nicht nur zur Schule.

Das Kreuz im Andachtsraum hat eine besondere Bedeutung, nicht nur weil es das erste war. In den Raum kommen Schüler und Lehrer, um sich auszusprechen, um Gedanken zu formulieren, über Gott nachzudenken und auch um schwere Stunden zu überstehen. Zweimal mussten Schüler und Team schon Abschied von verstorbenen Lehrern nehmen – das Kreuz half beim Weinen, beim Trostfinden und beim Bewältigen von Trauer.

Von André Wirsing

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