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Brandenburg/Havel Sieglinde von Treskow legt 2015 ihr Amt nieder
Lokales Brandenburg/Havel Sieglinde von Treskow legt 2015 ihr Amt nieder
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07:48 13.08.2014
Sieglinde von Treskow Quelle: J. Steiner
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Brandenburg an der Havel

„Ich trete ins zweite Glied zurück“, sagte von Treskow. Ihr Nachfolger werde Marius Krohn, bisher wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums. Dem Förderverein, der das Industriemuseum betreibt, werde sie weiterhin vorsitzen, so von Treskow. Sie betonte zugleich, wie wichtig in ihren Augen ein Trägerwechsel für das Haus sei. Die Situation bezeichnet sie als „schwierig, ein Wechsel in die Trägerschaft der Stadt ist erforderlich. Diesen Übergang möchte ich begleiten. Das Museum muss neu aufgestellt werden, es müssen neue Prozesse angestoßen werden“. Der Museumsverband des Landes Brandenburg legte bereits 2009 ein Konzept vor, in dem es heißt, Vereine können mit der Verantwortung für ein großes Museum auf Dauer überfordert sein. Auch der Verband empfiehlt eine Trägerschaft durch die Stadt.

Kulturbeigeordneter Wolfgang Erlebach (Die Linke) sagte am Dienstag: „Ich kenne und schätze Frau von Treskow sehr, ihr Beitrag für das Industriemuseum ist nicht genug zu würdigen“. Zugleich erteilte Erlebach aber dem Wunsch nach einem Trägerwechsel Richtung Stadt eine vorsichtige Absage. Denkbar sei eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum. „Wir sind im Gespräch, es ist aber nicht erklärtes Ziel, dass das Industriemuseum in die Trägerschaft der Stadt übergeht“, betonte Erlebach. „Man muss prüfen, ob dann der Landesanteil wegfiele.“ Sollte dies der Fall sein, „ist eine mögliche Trägerschaft der Stadt völlig unrealistisch“. Die Stadt fördert das Industriemuseum jährlich mit rund 112.000 Euro. Das Land schoss im vorigen Jahr 75.000 Euro dazu.

Bis zu 15.000 Besucher im Jahr

Die gebürtige Brandenburgerin und promovierte Historikerin Sieg linde von Treskow leitet das Industriemuseum seit 1992. Im November 2010 verlieh ihr stellvertretend für den Förderverein das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz die „Silberne Halbkugel“. Seit 1979 erhalten diesen Preis Personen und Institutionen, die sich für den Erhalt des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben. Es ist die höchste Auszeichnung in Deutschland auf diesem Gebiet. Jährlich besuchen etwa 15.000 Brandenburger und Touristen das Industriemuseum. Zwischen Januar und Juli 2014 waren es 8.400 Besucher. Das Herzstück der Ausstellung an historischem Ort ist der letzte Siemens-Martin-Ofen in Westeuropa. Zeitgleich bis zu 10.000 Menschen waren in der Industrieanlage zu DDR-Zeiten in der Stahlindustrie tätig.

Marius Krohn ist studierter Historiker und war Volontär im Brandenburger Stadtmuseum. Damals war er zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, Museumspädagogik, Forschen und Ausstellungsmanagement. Die Geschichte der DDR war sein thematischer Schwerpunkt während des Studiums.

Der heute 33-Jährige wurde in Weimar geboren und studierte an der Humboldt-Universität in Berlin. Aufgewachsen ist Krohn in Neuruppin. Désirée Baur, die neue Leiterin des Stadtmuseums, nannte es  einen Glücksfall, dass von Treskow ihren Nachfolger einarbeiten könne und dieser auch berufliche Wurzeln zum Stadtmuseum habe. Das fördere die Zusammenarbeit der Häuser.

Von Marion von Imhoff

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