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Sigrid Weigmann erhält den Umweltpreis

Brandenburg an der Havel Sigrid Weigmann erhält den Umweltpreis

Das wurde aber auch mal Zeit: Sigrid Weigmann, lange Jahre Leiterin des Krugparkzentrums, ist mit dem Umweltpreis der Stadt Brandenburg geehrt worden. Kuriosum am Rande der Verleihung: Diesen Preis hatte sie Mitte der 90er Jahre selbst ins Leben gerufen.

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Sigrid Weigmann ist am Liebsten draußen.

Quelle: Jürgen Krumnow

Brandenburg/H. Vor gut Jahren hat Sigrid Weigmann als Leiterin des Naturschutzzentrums Krugpark den Umweltpreis der Stadt ins Leben gerufen, mit dem Jahr für Jahr besondere Leistungen bei der Erhaltung der Umwelt gewürdigt werden. In diesem Jahr nun, schon im Ruhestand, erhielt sie selbst damit geehrt worden – zusammen mit Peter Richter und Reinhard Reiher.

Mit dieser Ehrung sind vor allem die ehrenamtlichen Aktivitäten für den Umweltschutz gewürdigt worden. Ehrenamtliche Arbeit für die Umwelt war für die nun 65-jährige ehemalige Lehrerin für Biologie und Chemie noch nie eine zusätzliche Bürde, der sie aus dem Weg zu gehen suchte.

Wie sich die Natur anfühlt

So hielt sie es auch als junge Lehrerin. Ehe sie morgens vor ihrer Klasse stand und den Schülern Wissen über die Natur nahe bringen wollte, war sie im Wald, auf Wiesen oder an Gewässern unterwegs. Von dort brachte sie mit, was besser war als jede Anschauungstafel. So sahen die Kinder, wie sich Kleinlebewesen bewegen, wie Natur sich anfühlt, wie sie riecht, und sich erklären, wie alles miteinander verbunden und aufeinander angewiesen ist.

Mit solcher Art Vorbereitung auf den Unterricht sieht sie sich noch heute als eine geistige Erbin von Alfred Gierszewski (1905-1985), der ihr als Lehrer an der Erweiterten Goethe-Oberschule Liebe zur Natur ins Herz gepflanzt hat. Dessen Kampf um die Erhaltung der Platane auf dem Nicolaiplatz hat den Baum zu einem Denkmal für den Kreisnaturschutzbeauftragten werden lassen.

Sie leitet seit 2016 die AG Natur und Heimat

Zu seinen Erben zählen Menschen wie Beate Bölsche, Gertfried Sohns, Klaus Liebenow, Bodo Rudolph und Winfried Kohls und eben auch wie Sigrid Weigmann. Mitglieder der von ihr seit 2016 geleiteten AG Natur- und Heimatfreunde des Kulturbundes sind bei Wanderungen durch den Krugpark oder die Wälder und Wiesen in der Umgebung unterwegs, um der Natur nahe zu sein und sie erlebbar zu machen.

Die Teilnehmer lernen Vogelstimmen zu unterscheiden, Kräuter zu entdecken, den Frühling zu erleben, können Kraniche beobachten, lernen Pilze zu unterscheiden. Und bei den fröhlichen und lehrreichen Veranstaltungen im Krugpark stehen ihnen kompetente Ansprechpartner zur Seite. Das gilt auch, wenn der Bio-Unterricht an Schulen Mädchen und Jungen an die Brandenburger Seen führt, wo man der Natur ebenfalls nahe kommt. Wenn die Schüler es zulassen.

Viele Veranstaltungen im Naturschutzzentrum

Etwas im Schatten vollziehen sich Aktivitäten der Mitglieder der AG der Natur- und Heimatfreunde, wenn sie sich vom Sommer bis zum Herbst zu Arbeitseinsätzen im Krugparkzentrum treffen. Die Umweltaktivisten gehen gegen Unkraut vor, säubern Blumenbeete, streichen Schuppen und sorgen überall für Ordnung, ehe es Familien zu Veranstaltungen in das Naturschutzzentrum zieht, um dort umgeben von viel Natur fröhlich zu sein und spielend etwas zu lernen.

Von Jürgen Krumnow

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