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Simone Hein wirft das Handtuch

Amt Beetzsee braucht einen neuen Verwaltungschef Simone Hein wirft das Handtuch

Vor den Toren Brandenburgs wird die Kommunalpolitik von einer Personalie überrascht. So sind die Tage von Simone Hein als Direktorin des Amtes Beetzsee gezählt. Nach fast achtjähriger Dienstzeit hat die Verwaltungschefin die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragt. Schon zum 28. Februar will Hein den Dienstsitz Brielow verlassen.

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Nach siebeneinhalb Jahren räumt Simone Hein (hinten rechts) vorzeitig ihren Posten als Direktorin im Amt Beetzsee.

Quelle: H. Hesse

Amt Beetzsee. Warum die aus Schwedt stammende Verwaltungsexpertin das Handtuch wirft, mag sie nicht im Detail erläutern. Auch zur Frage, wo ihr künftiger Job sei, schweigt die Amtsdirektorin. Nur so viel: „Ich habe mir diesen Schritt reiflich überlegt. Den Raum Brandenburg werde ich verlassen.“

Noch-Arbeitgeber von Simone Hein ist der aus Bürgermeistern und Kommunalpolitikern bestehende Amtsausschuss. Vorsitzender ist Ulrich Pleßke aus Weseram: „Ich habe die Entscheidung zu respektieren. Allerdings sind wir alle überrascht, denn der Weggang von Frau Hein wird gravierende Folgen haben.“ So muss der Amtsausschuss bei einer Neuausschreibung überlegen, ob auch wieder die Stelle eines Bauamtsleiters ausgeschrieben werden soll.

Die Funktion war nach der Pensionierung von Christiane Neumeister von Hein in Personalunion übernommen worden – eine nicht unumstrittene Entscheidung. Ob die Verwaltungschefin tatsächlich schon Ende Februar gehen darf, ist unklar. Nach dem Landesbeamtengesetz kann der Amtsausschuss auf ein Verbleiben für weitere drei Monate bestehen. In Heins Fall maximal bis Ende Mai.

Eine Entscheidung über Heins letzten Arbeitstag soll am 16. Februar bei einer Sondersitzung des Amtsausschusses fallen. Dann will sich das Gremium über die Ausschreibung verständigen. Heins reguläre achtjährige Amtszeit wäre Ende August 2015 abgelaufen. Dann hätte sich der Amtsausschuss zwischen einer Neuausschreibung oder einer Bestätigung der Verwaltungschefin im Amt per Beschluss entscheiden können. Doch Hein wollte sich nicht mehr auf eine zweite Amtsperiode einlassen. Die Zusammenarbeit mit kommunalen Entscheidungsträgern galt nicht immer als harmonisch.

Kritik am Amt nahm die Verwaltungschefin oft persönlich. Päwesins Bürgermeister Hubertus Kühne: „Schade. Wir haben gut zusammengearbeitet. Aber vielleicht hat sie sich etwas übernommen.“ Günter Noack, Stadtoberhaupt von Havelsee, sagte der MAZ: „Eine Gemeindevertretersitzung ist keine Geburtstagsfeier. Da kann es schon mal heiß hergehen. Das muss man als Chefin einer Verwaltung verkraften. Dennoch bin ich überrascht.“

Von Frank Bürstenbinder

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