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Sinas Triumph über den inneren Schweinehund

Brandenburgerin im Biggest-Loser-Finale Sinas Triumph über den inneren Schweinehund

Vor kurzem hat Sina Schmidt aus Brandenburg/Havel noch 114 Kilogramm gewogen. Jetzt wiegt sie weniger als 80 Kilo. Am Mittwoch steht sie im Finale der Sat-1-Show „The Biggest Loser“. Vorher hat sie mit der MAZ gesprochen und sagt, warum die Show für sie die „letzte Chance“ war und welche traurige Familiengeschichte dahinter steckt.

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Sina Schmidt hat bereits ganz schön abgenommen, als sie nach Folge 7 ihr altes Bild sieht.

Quelle: SAT.1/Enrique Cano

Brandenburg/Havel. Sina Schmidts innerer Schweinehund war 15 Jahre lang immer größer als ihr sehnlicher Wunsch, von ihrem starken Übergewicht runterzukommen. Dann wurde die in Rathenow geborene Frau aus Brandenburg/Havel Kandidatin der Fernsehshow The Biggest Loser. Zehn Folgen lang purzelten Sinas Pfunde. Am Mittwochabend steht die 44-Jährige im Finale, das von 20.15 Uhr drei Stunden lang auf SAT.1 ausgestrahlt wird.

Als die MAZ kurz vor dem Finalsendung mit Sina Schmidt telefoniert, entspannt sie sich mit Freunden in Norwegen von dem halbjährigen Kampf gegen den inneren Schweinehund, den sie mit einem Gewichtsverlust von 36,1 Kilogramm bis zum Halbfinale besiegt hat. Reicht es nun für den ganz großen Wurf, den Sieg und 50.000 Euro Prämie? Sina Schmidt kennt das Ergebnis natürlich, verrät es aber nicht. Die Spannung bleibt.

Finale am Mittwoch ab 20.15 Uhr

Das Finale von „The Biggest Loser“ am Mittwoch, 8. Juni, von 20.15 bis 23.20 Uhr auf SAT.1.

Holt sie sich die 50.000 Euro?

114,6 Kilogramm brachte die in Rathenow aufgewachsene und in Brandenburg/Havel lebende Krankenschwester mit nach Andalusien, wo SAT.1 die ersten Folgen der Abnehmshow The Biggest Loser mit anfangs zehn Frauen und zehn Männern drehte. Sina Schmidt ist im Finale die einzige Frau, die mit drei Männern um die (Gewichts-)Verliererkrone kämpfen wird.

Sina zu Beginn der Show

Sina zu Beginn der Show. Seither hat sie die Pfunde ordentlich purzeln lassen.

Quelle: © SAT.1/Enrique Cano

Neun Wochen liegen zwischen Halbfinale und Finale. Hat es die bei inzwischen 78,5 Kilo liegende Sina Schmidt in dieser Zeit zu Hause geschafft, ihr Traumgewicht von 70 Kilogramm zu erreichen? „Der Druck vor dem Finale ist schon groß, ich will ja niemanden enttäuschen“, erzählt die Brandenburgerin.

Für Sina Schmidt ist The Biggest Loser mehr als ein großes Abenteuer, das ihr Bekanntheit und eine Fangemeinde beschert hat. „Für mich ist die Teilnahme ein Glücksgriff“, schwärmt sie. Zugleich sei dieser „Lottogewinn“ ihre „letzte Chance“ gewesen, die Notbremse. Auf sich gestellt war der Schweinehund immer größer und stärker.

Sina und ihr langer Weg ins Finale

Die MAZ hat regelmäßig über Sina Schmidt und ihren Kampf gegen die Kilos berichtet. Wer sich durch die Berichte klickt, bekommt einen Eindruck davon, welche Veränderung die 44-jährige in den vergangenen Wochen durchgemacht und was sie erreicht hat.

– 5. Juni: Wahnsinn – Sina im Biggest-Loser-Finale

– 3. Juni: Sina will ins Finale paddeln

– 28. Mai: Sina hofft auf das Halbfinale

– 22. Mai: Sina muss diesmal puzzeln

– 13. Mai: Sina bekommt ein neues Styling verpasst

– 8. Mai: Sina lässt tränenreich 22 Kilo hinter sich

– 7. Mai: Sina muss schwer schleppen

– 2. Mai: Sina ist die Königin der kleinen Kilos

– 29. April: Die Gummibärchen sollen Sina verführen

– 24. April: Sina unter 100 Kilo: „Dieses Gefühl war unglaublich“

– 22. April: Sina kämpft Sonntag in Runde 4

– 17. April: Sina steht tränenreich in Runde 4

– 15. April: Sina steht in der dritten Runde

– 11. April: Sina Schmidt verliert Gewicht und Luxus

– 4. April: Sina Schmidt hungert jetzt im Luxuscamp

Mehr als ein großes Abenteuer

Die letzte Chance ist durchaus wörtlich gemeint. Ihr übergewichtiger Vater und ihr noch fettleibigerer Bruder sind beide mit einem Herzinfarkt tot umgefallen. „Meine Mutter hatte Angst um mich“, erzählt die Fernsehkandidatin. Die Angst war begründet. Der Tod der beiden engsten Angehörigen und das Ende der Beziehung zu ihrer Partnerin setzten Sina zu.

Von nichts kommt nichts

Von nichts kommt nichts: Sina hat in den letzten hart für ihr Ziel gearbeitet.

Quelle: Sat.1

Das Frustessen bestand meist aus kalorienreichem Fastfood – „ein Döner reichte nicht“. Folgerichtig ging es „mit dem Gewicht bergauf und mit der Seele bergab“.

Die beste Freundin leitete die Notbremsung ein, meldete Sina Schmidt bei The Biggest Loser an, unter 7000 Bewerbern wurde die Brandenburgerin ausgewählt. Die heimische Couch musste sie eintauschen gegen das strapaziöse Lager in Andalusien, die geliebte Schokotorte mit einem Verbot belegt. Das Leben: Schlafen in einem Zelt mit neun anderen schnarchenden Frauen und jeder Menge Mücken. Schlafmangel, zwei bis drei mal täglich Sport, zehn bis zwölf Stunden am Tag Fernsehkameras vorne und hinten um sich herum.

Die beste Freundin hob den mahnenden Finger

„Zwischendurch war ich ausgelaugt und hätte gern alles hingeschmissen“, gibt Sina Schmidt zu. Doch dagegen wehrten sich ihr Ehrgeiz und ihre preußische Disziplin. Aufgeben gilt nicht. Die Brandenburgerin machte dabei unter den zwanzig Kandidaten einen Unterschied aus. Denn die drei Ossis hätten immer gemacht was gesagt wurde.

Große Freude beim Erreichen der nächsten Runde

Große Freude beim Erreichen der nächsten Runde.

Quelle: Sat.1

Sinas Disziplin, die Umwandlung von Stress in Spaß, unterstützte Mareike Spaleck ohne Ende. Die Trainerin im Biggest-Loser-Camps hielt Sinas inneren Schweinehund in Schach oder verscheuchte ihn. Die Abnehmkandidatin schwärmt in höchsten Tönen von ihrem „Supercoach“, zu der sie wie zu ihren Mitstreitern über den Tag hinaus den Kontakt halten will.

Nicht geglaubt, dass es für das Finale reicht

„Ich hätte nie geglaubt, dass ich bin ins Finale vordringe“, versichert Sina Schmidt. Schon vor dem Finale fühlt sie sich als Gewinnerin. Wo sie sich früher aus Frust zu Hause eingesperrt hat, läuft sie inzwischen mit neuem Mut durch die Welt, geht sogar endlich ohne Druck und mit Freude shoppen. Etwas in Größe 42 zu finden ist eben deutlich leichter als in Größe 52. „Ich habe wieder Spaß am Leben, fühle mich fraulicher und sehe endlich einmal gern in den Spiegel“, erzählt die Finalistin. „Auch wenn ich vor der fremden Frau dort noch manchmal erschrecke.“

Information:

Von Jürgen Lauterbach

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