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Brandenburg/Havel Singvogel „Schönling“ soll ins Gefängnis
Lokales Brandenburg/Havel Singvogel „Schönling“ soll ins Gefängnis
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07:10 16.08.2014
Quelle: Gartenschläger
Brandenburg an der Havel

Hat es sich für ihn gelohnt, auszupacken, zu singen, Namen von Drogenlieferanten und -händlern zu nennen und den Hass der Red-Devils-Rocker auf sich zu ziehen?
Das Schöffengericht Brandenburg verurteilte einen 23 Jahre alten Brandenburger am Freitag wegen Drogenhandels zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten ohne Bewährung. „Ein für Sie günstiges Urteil“, befand Richterin Susanne Götsche.

Diese Ansicht teilt Simon Daniel Schmedes nicht. Angesichts des hohen Risikos, das sein Mandant mit seinen weitreichenden Aussagen eingegangen ist, hatte der Verteidiger er eine Bewährungsstrafe gefordert. Die will er nun in der Berufungsinstanz vor dem Landgericht für den Mann erreichen, der in Brandenburgs Drogenszene „Schönling“ hieß.
„Schönling“ war im vergangenen Jahr aufgeflogen, als ein Brandenburger Drogenkumpel beim Schmuggel über die österreichische Grenze erwischt wurde und auspackte. Die Polizei überwachte den 23-Jährigen fort an und schlug bei einer Razzia am 8. Oktober 2013 zu.
Die LKA-Ermittler machten in einem Keller in Neuschmerzke den landesweit größten Drogenfund des Jahres. In einer Bauknecht-Tiefkühltruhe lagerten 18 Kilogramm illegale Amphe tamine mit einem Wert von rund 180.000 Euro.

„Schönling“ wurde festgenommen und rief zum Glück der Polizei seinen Komplizen an, einen mutmaßlich deutlich dickeren Fisch in Sachen Drogenkriminalität. Der junge Mann hoffte auf Unterstützung von seinem einst ziemlich besten Freund. Doch der ließ ihn hängen, gab ihm in dem überwachten Gespräch zu verstehen, dass er die Klappe halten solle. Doch „Schönling“ legte nun nicht nur ein umfassendes Geständnis ab. Er spuckte Namen von Hintermännern aus, die mutmaßlich zu den kriminellen Rockerbanden Hell’s Angels und Red Devils gehören. Mit seiner Hilfe hob die Polizei Drogendepots aus und konnte ungeahnte Ermittlungserfolge erzielen . Wäre er nicht ein so guter „Singvogel“ gewesen, wäre seine Strafe deutlich höher ausgefallen, würdigte Amtsrichterin Götsche die Aufklärungshilfe des „Schönlings“. Doch wegen der Menge und Qualität der Drogen sei eine Bewährungsstrafe ausgeschlossen. Da half es auch nicht, dass der leitende LKA-Ermittlungsbeamte ausführte, wie „sehr, sehr kooperativ“ der Angeklagte gewesen sei, wie genau seine Angaben waren, so dass die Polizei weitere Drogen und gefährlichen Waffen entdeckte.

Wie er beschrieb auch Anwalt Schmedes die Not des Mannes, der inzwischen geläutert sei. Er sei unfrei. In seiner Heimat Brandenburg könne er aus Angst vor den Red Devils nicht mehr leben. Schmedes warnte vor einer Gefängnisstrafe: „Eine Inhaftierung würde er nicht unverletzt überstehen“, sagte er bezogen auf die Macht, die Rocker offenbar auch hinter Gefängnismauern ausüben. Die Richterin sieht das anders: „In der JVA ist der Staat für Sie verantwortlich“, tröstete sie den jungen Mann.

Von Jürgen Lauterbach

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