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Sirene heult für neue Feuerwehr

Empfang in Päwesin Sirene heult für neue Feuerwehr

Mit Sirenengeheul hat Päwesin die Ankunft eines neuen Feuerwehrautos begleitet. Nach der Überführung vom sächsischen Ausrüster übergab Amtsdirektor Guido Müller die Fahrzeugschlüssel an Ortswehrführer Stefan Ahrens. Die Anschaffung war nötig, weil das Vorgängermodell nicht mehr durch den TÜV kam.

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Amtsdirektor Guido Müller übergibt den Fahrzeugschlüssel an Ortswehrführer Stefan Ahrens. Mit dabei Päwesiner und Riewender Kameraden.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Päwesin. Kein Feuer, nirgends ein Unfall, die letzten Straßenbäume stehen noch. Trotzdem wundern sich die Päwesiner, als am Mittwoch die Sirene auf dem Dach des Gerätehauses heult. Aus Richtung Bagow tauchen Blaulichter auf. Martinshörner sind zu hören. Doch der vermeintliche Alarm ist die Begrüßung für einen Neuzugang in der Päwesiner Feuerwehr. Elegant nimmt Dirk Haase am Steuer des Iveco-Autos die Einfahrt zum Feuerwehrstützpunkt. Der Maschinist stoppt vor dem Tor der Fahrzeughalle. Angekommen. Die erste lange Fahrt für das mit einem 800-Liter-Wassertank ausgestattete Tragkraftspritzenfahrzeug (TSFW) aus dem sächsischen Mühlau ist beendet. Im dortigen Werk komplettiert der Ausrüster Ziegler die Fahrgestelle mit den vom Auftraggeber gewünschten Kofferaufbau. „Der fährt sich super wie ein Pkw. Man muss nur dran denken, das hinten einiges an Gewicht mitfährt“, so Feuerwehrmann Haase. Auch Amtsdirektor Guido Müller und die Päwesiner Wehrführung mit Stefan Ahrens und Mario Gruber nahmen an der Überführung teil.

Die schnittige Frontpartie des Neuzugangs

Die schnittige Frontpartie des Neuzugangs..

Quelle: JACQUELINE STEINER

„Wir sind sehr glücklich über das neue Fahrzeug. Die Investition gibt den Kameraden Motivation und der Päwesiner Wehr zusätzliche Schlagkraft“, freut sich Ortswehrführer Ahrens. Er lässt das Auto sofort mit den Schläuchen und Pressluftflaschen des Vorgängermodells bestücken. Alle anderen Ausrüstungsgegenstände wurden bereits im Werk umgeladen und eingebaut. Noch am selben Abend konnte die Einsatzbereitschaft für den Neuzugang gemeldet werden.

Letzte Handgriffe am neuen Einsatzfahrzeug

Letzte Handgriffe am neuen Einsatzfahrzeug. Die Schläuche werden verstaut.

Quelle: JAC

Bei dem Auto handelt es sich um ein Vorführfahrzeug, dass es samt Überführung auf 1000 Kilometer Laufleistung gebracht hat. Das Amt Beetzsee als Träger des Brandschutzes investierte rund 95 000 Euro ohne Fördermittel. „Ursprünglich war die Anschaffung für Weseram gedacht. Doch weil das Päwesiner Altfahrzeug nicht mehr durch den TÜV kam, haben wir umgeplant“, so Amtsdirektor Guido Müller. Mit den besten Wünschen für eine unfallfreie Fahrt übergab der Verwaltungschef den Fahrzeugschlüssel an Feuerwehrchef Ahrens: „Möge das neue Fahrzeug alle Kameraden nach jedem Einsatz gesund nach Hause bringen.“

Das neue Feuerwehrauto vom Typ TFSW ist in Päwesin angekommen

Das neue Feuerwehrauto vom Typ TFSW ist in Päwesin angekommen.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Das Iveco-Auto löst ein über 35 Jahre altes Vorgängerfahrzeug auf Mercedes-Basis ab, welches außer Dienst gestellt wird. Neu ist der integrierte Wassertank, in dem 800 Liter für den Schnellangriff zur Verfügung stehen. Komplettiert wird die Löscheinheit durch eine Schaumpistole. An Bord ist jetzt ein Teleskopmast mit vier LED-Schweinwerfern zum Ausleuchten der Einsatzstelle. Es gibt neue Strahlrohre und den Hydrauliksatz mit Schere und Spreizer. In der Kabine findet mit sechs Sitzen eine komplette Staffel Platz.

Die Ausbildung am Fahrzeug findet mit den Riewender Kameraden statt, die zusammen mit den Päwesinern zur Einsätzen in einem eigenen Mannschaftstransportwagen ausrücken. In diesem Jahr waren es wegen des Orkans Xavier schon über 20 Alarmierungen. Neben dem TSFW verfügt die Päwesiner Feuerwehr über ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/46). Der sogenannte „Waldbrandtanker“ war Ende 2016 von Marzahne nach Päwesin gewechselt und hatte dort einen in die Jahre gekommenen W 50 abgelöst.

Von Frank Bürstenbinder

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