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Brandenburg/Havel Sirenen sind auf dem Land weiterhin wichtig
Lokales Brandenburg/Havel Sirenen sind auf dem Land weiterhin wichtig
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11:07 31.08.2018
Amtsdirektor Marko Köhler zeigt auf die Sirene auf dem Dach des Brücker Amtsgebäudes . In ganz Potsdam-Mittelmark gibt es etwa 200 Sirenen. Quelle: Andreas Koska
Brandenburg/H

Auf den Dörfern sind sie enorm wichtig, wie in Ziesar, wo jeder zweite Feuerwehrmann so alarmiert wird: Sirenen, die bei Alarm eine Minute lang mit zwei Unterbrechungen aufheulen. In der Stadt Brandenburg sind die Sirenen in den Ortsteilen noch vorhanden und auch dort von Bedeutung.

Ohne die Sirenen auf den Dörfern würde Amtsbrandmeister Andy Laube nur die Hälfte der 250 aktiven Feuerwehrkameraden im Amt Ziesar erreichen. Rund 125 der Feuerwehrleute sind mit Rufmeldern ausgestattet, die übrigen rücken aus, wenn sie die Sirene hören. In jedem Ortsteil des Amtes gibt es mindestens eine Sirene. In Ziesar selbst gibt es ebenfalls Sirenen, sie sind aber für das Ausrücken der Brandschützer nicht nötig und erklingen daher nicht bei Alarm.

Nach der Wende wurden einige Sirenen von Hausdächern abmontiert, wenn die Privatleute ihre Dächer sanieren wollten. „Für mich auf dem Lande sind Sirenen schon von Bedeutung, auch um die Bevölkerung über Katastrophenlagen schnell informieren zu können“, sagt Andy Laube. Er appelliert daher, Sirenen nicht zu demontieren.

Im Amt Beetzsee gibt es 23 Sirenen. „Sie sind funktionstüchtig und werden regelmäßig gewartet“, sagt Amtsdirektor Guido Müller. In Kloster Lehnin ertönen im Ernstfall 14 Sirenen, in jedem Ortsteil eine. Das teilt Berthold Satzky, Vize-Bürgermeister von Kloster Lehnin, mit. In der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) werden nach Angaben von Fachbereichsleiter Jörg Schafföner elf Sirenen betrieben. Im Amt Wusterwitz sind alle sieben Sirenen ebenfalls funktionstüchtig, wie Amtsdirektorin Ramona Mayer mitteilt. Im gesamten Landkreis Potsdam-Mittelmark sind nach Kenntnis des Landratsamtes laut Pressesprecher Kai-Uwe Schwinzert rund 200 Sirenen in Betrieb.

In der Stadt Brandenburg sind nur noch in den Ortsteilen die Sirenen zu hören. Derzeit sind sind dort zwölf funktionstüchtige Sirenen installiert, so Susanne Wiegner von der Pressestelle der Stadtverwaltung. Wie Fachgruppenleiter Jens Mahlow von der Brandenburger Berufsfeuerwehr mitteilt, „gibt es im Kerngebiet der Stadt keine Sirenen mehr“. Nicht alle ehrenamtlichen Feuerwehrleute in den Ortsteilen sind mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. „Der Großteil schon, aber nicht zu 100 Prozent“, so Mahlow. Für diese Kameraden ertönen bei Alarmierung die Sirenen etwa in Göttin, Klein Kreutz oder Mahlenzien.

Doch was haben die Sirenentöne zu bedeuten? „Ich bin ein Kind der DDR und habe das noch gelernt“, sagt Andy Laube. Tatsächlich hängt die Bedeutung davon ab, ob Frieden herrscht oder der Verteidigungsfall gilt, was hoffentlich nie eintritt. Eine Minute Dauerton, zwei Mal unterbrochen, bedeutet in beiden Fällen Alarm für die Feuerwehr.

Eine Minute Heulton auf- und abschwellend steht in Friedenszeiten für Katastrophenalarm und im Verteidigungsfall für Luftschutzalarm. Schlimm wäre es bei folgendem Sirenenheulen, freilich nur, wenn Deutschland angegriffen werden würde: „Warnung vor atomaren, biologischen oder chemischen Kampfmitteln“ (ABC-Alarm) heißt ein einminütiges auf- und abschwellendes Sirenenheulen mit zwei Unterbrechungen, 30 Sekunden Pause und wieder Sirenengeheul.

In einigen Kommunen in Deutschland ist es auch üblich, samstags um 12 Uhr die Funktionsfähigkeit der Sirenen zu testen.

Von Marion von Imhoff

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