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Skateboards für Flüchtlinge

Hilfe für Asylsuchende Skateboards für Flüchtlinge

Christian Heise sammelt Skateboards für Flüchtlinge – auch er selbst integrierte sich vor vielen Jahren in Nordrhein-Westfalen durch diesen Sport. In seinem Skateshop in der Großen Gartenstraße 25 sind schon einige Spenden eingegangen. In Zukunft möchte er auch Skateworkshops für Flüchtlinge organisieren. Er hofft, dass dadurch viele Freundschaften entstehen.

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Schon nach zwei Tagen kamen bereits fünf Skateboard-Decks im Laden von Christian Heise an.

Quelle: Foto: Melanie Höhn

Brandenburg an Havel. Für den Skateshopbetreiber Christian Heise liegt es auf der Hand, Menschen über den Sport zu integrieren. Er sammelt gerade Skateboards und deren Teile, um sie Flüchtlingen in der Stadt zur Verfügung zu stellen und ihnen seinen Sport näherzubringen. Bisher wurden schon bereits Achsen, Rollen, Schrauben, Kugellager, Grip-Tape und Decks gespendet, so dass Heise etwa zehn Skateboards daraus zusammenschrauben kann. Händeringend werden noch Schutzausrüstungen wie Schoner oder Helme gesucht.

Der Sport bricht Grenzen auf

„Durch das Skaten kommen automatisch andere Aspekte ins Rollen, wie beispielsweise Sprache und Kommunikation. Für mich bricht der Sport Hemmschwellen“, sagt der Sportbegeisterte. Beim Skaten spiele es keine Rolle, wo man herkomme oder wie gut man sei. Der Skatepark in der Sophienstraße liegt direkt neben dem Flüchtlingsheim, einige Asylsuchende – vor allem Männer um die 30 und ein paar Mädchen – haben schon erste Skateversuche gestartet. Auch in anderen Ländern wie im Irak oder Afghanistan gebe es Skateprojekte zur Integration. „der Sport bricht Grenzen auf“, ist er überzeugt.

Auch er fand seinen Freundeskreis durch das Skaten

„So können sie ihre Freizeit gestalten und finden gut Anschluss. Aus Erfahrung entstehen daraus Freundschaften“, sagt Christian Heise. Auch in Nauen nutzen schon einige Flüchtlinge den Skatepark, vor allem Syrer und Afghanen seien sehr interessiert gewesen, erzählt der 35-Jährige, der dort vor Ort war und eine ähnliche Integration auch in Brandenburg voranbringen will. Auch er selbst fand durch das Skaten seinen Freundeskreis: Mit seiner Familie flüchtete er 1989 noch vor dem Mauerfall nach Ahlen in die Nähe von Münster. Dort gab es eine große Skateboardszene, in die auch er hineinrutschte. Als 24-Jähriger kehrte er der neuen Heimat jedoch den Rücken und zog wieder nach Brandenburg an der Havel, wo sein Vater noch immer lebt.

Skateboard-Szene boomt

Die Skateboard-Szene in der Stadt boomt. „Man sieht immer mehr Leute hier in der Stadt mit ihrem Skate- oder Longboard“, erzählt Heise. Ende September eröffnete er seinen Laden in der Großen Gartenstraße 25, weil die Nachfrage nach Skateboards und allem was dazu gehört inzwischen sehr groß ist. Sechs Jahre vorher betrieb er das Geschäft als reinen Online-Shop.

Workshops und Wettbewerbe mit Flüchtlingen geplant

Mit Flüchtlingen plant er für die Zukunft Skateworkshops mit Wettbewerbe: „Ich habe immer schon Contests unterstützt, das ist ein gesunder Kreislauf“, sagt er. Christian Heise hat Kontakte in die Flüchtlingsheime und wird sich mit den Verantwortlichen abstimmen. Im Kopf hat er beispielsweise ein Probeskaten an einem Sonntag.

Von Melanie Höhn

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