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Smarte Warnung vor Baustellen und Staus

Brandenburger Studenten präsentieren App auf der Cebit Smarte Warnung vor Baustellen und Staus

Mit dem Prototyp eines ortsbezogenen Warndienstes präsentiert sich die Fachhochschule Brandenburg (FHB) bis 20. März auf der Computermesse Cebit in Hannover. Vorgestellt werden die neue WarnApp und der Studiengang Security Management.

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Dietmar Wikarski stellt am Dienstag die WarnApp auf der Cebit vor, die unter anderem Unfälle, Baustellen, Rettungseinsätze anzeigen soll.

Quelle: J. Steiner

Brandenburg an der Havel. Die WarnApp ist eine Internet-Anwendung mit Satellitennavigation. Nutzer von Smartphones sollen ortsbezogen über aktuelle, in der Regel bedrohliche Ereignisse wie Unwetter, Staus, Unfälle, Hochwasser, Epidemien und vieles mehr benachrichtigt werden.

Die Anwendung für Smartphones und Webbrowser steckt noch in der Entwicklung, soll aber im Mai für jeden frei zur Verfügung stehen, berichtet Dietmar Wikarski (61), seit 1998 Fachhochschulprofessor für computergestützte Gruppenarbeit und Systemanalyse. Erstes Ziel der neuen App: Menschen vor großen Katastrophen wie Unwetter und Hochwasser zu warnen und vor alltäglichen Störungen, zum Beispiel Baustellen, Schwerlasttransporten und Unfallstaus auf der Autobahn in der näheren Umgebung.

Nicht nur negative Informationen soll die Internet-Anwendung bieten. Wenn ein großer Paketzusteller mitmacht, können Nutzer über die App erfahren, wann ihr Paket im Anmarsch ist. Touristische Informationen können ebenso abgerufen werden, wenn die App endgültig steht.

Die Anwendung, die der pensionierte Diplomingenieur Michael Naumann maßgeblich entwickelt hat, bündelt verschiedene vorhandene Dienste, die bereits öffentlich zugänglich sind. Komplett neu ist aber die derzeitige Hauptanwendung, die das Landesamt für Straßenwesen unterstützt.

Die Fahrzeuge der Autobahnmeisterei Werder sind technisch so ausgestattet, dass sie Signale aussenden, wo sie sich befinden, wo auf der Autobahn also Schilder aufgestellt und Wanderbaustellen eingerichtet werden. Die Straßenbaufahrzeuge sind mit so genannten Hindernis-Sendern ausgestattet, die der WarnApp ständig ihre Position und die aktuelle Verkehrssituation melden. Wer die App benutzt, kann das Gebiet definieren, das ihn interessiert. Wenn in diesem Gebiet ein solches Fahrzeug aufkreuzt, wird er davor gewarnt.

Am Anfang für Android

Der WarnApp-Sender kann für Verkehrsmeldungen beliebiger verkehrs-behindernder Fahrzeuge mit Gelblicht oder Blaulicht (Bau- und Sicherungsfahrzeuge, Schilderwagen, Müllautos, Straßenreinigung, Feuerwehr) eingesetzt werden, zudem für Paketdienste.
Hervorgegangen ist die Anwendung aus der seit 2002 bestehenden Initiative Bürger-Service-Netz.
Die Entwicklung der WarnApp, vorer st für Android-Handys, ist Teil der Studentenausbildung .
Auf der Cebit ist die FH Brandenburg in Halle 9, Stand B28, zu finden.

Diese Anwendung wird bereits mit der Autobahnmeisterei auf Abschnitten der Autobahnen A2 und A10 getestet. Wenn alles läuft wie geplant, werden die Fahrer der Straßenbaufahrzeuge in einem festen Rhythmus einen Knopf drücken, um mit den Farben Rot, Gelb und Grün die aktuelle Verkehrs- und Staulage zu übermitteln.

Wie gut die WarnApp am Ende wird, hängt laut Wikarski aber maßgeblich davon ab, wie aktiv sich deren künftige Benutzer mit Hinweisen beteiligen. Die „Community“, also die Gesamtheit aller angemeldeten Nutzer, soll selbst Meldungen etwa zur Verkehrslage absetzen, die damit für alle anderen zugänglich werden.

In welchem Umkreis die Benutzer über Staus, Baustellen oder größere Katastrophen informiert werden wollen, legen sie selbst fest, indem sie einen Radius von zum Beispiel drei, dreißig oder dreihundert Kilometer definieren.

Dietmar Wikarski bittet interessierte Bürger, die Internetseite www.warnapp.de zu besuchen und sich als Benutzer anzumelden. „Die WarnApp kann nur erfolgreich sein, wenn viele sich beteiligen“, sagt der Professor.

Von Jürgen Lauterbach

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