Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° Schneeregen

Navigation:
So kommt eine Nachricht in die Zeitung

MAZ-Schulreporter 2.0 So kommt eine Nachricht in die Zeitung

MAZ-Schulreporter der Oberschule Nord in Brandenburg an der Havel erfahren, wie eine Nachricht in die Zeitung kommt, etwa die vom Autodieb unter Strom. Sie wissen jetzt auch, was passieren würde mit der Zeitungsplanung bei einem urplötzlich am Nachmittag auftretendem Weltereignis auf dem Neustädtischen Markt.

Voriger Artikel
Dschungel heißt die neue Eltern-Kind-Gruppe
Nächster Artikel
Ein Weihnachts-Countdown der besonderen Art

MAZ-Schulreporter der achten Klasse an der Oberschule Nord. Vier Wochen lang erhält jeder Schüler kostenlos eine eigene MAZ.

Quelle: Rüdiger Böhme

Brandenburg/H. Wie kommt die Nachricht in die Zeitung, wie wird Zeitung gemacht, wie arbeitet ein Journalist? Was bedeutet Pressefreiheit? Diese Fragen haben beim Redakteursbesuch der MAZ in der 8c der Oberschule Nord in Brandenburg, die noch bis zum 9. Dezember am medienpädagogischen Projekt MAZ-Schulreporter 2.0 teilnimmt, im Mittelpunkt gestanden.

Redakteure recherchieren täglich neue Nachrichten, debattieren in Konferenzen, wie die Zeitung am nächsten Tag aussehen soll, welche Nachricht die wichtigste ist, welche Menschen gerade das politische oder gesellschaftliche Geschehen prägen. Dabei sprechen Redakteure mit Behördenvertretern, mit Bürgern, mit möglichst vielen Menschen, um alle Seiten einer Nachricht abbilden zu können. Sie nutzen verschiedene Stilformen der Berichterstattung.

Da ist die farbig geschriebene Reportage, die den Leser an einem Geschehen teilhaben lässt, als stünde er gerade neben dem Akteur der Geschichte,. Es gibt die kurze Meldung, die Nachricht und den ausführlicheren Bericht. Journalisten arbeiten schnell, nicht erst seit es Internet gibt. Passiert am Nachmittag ein schwerer Unfall oder würde urplötzlich der Papst Brandenburg besuchen, würde die Redaktion ohne zu zögern die Zeitungsplanung über den Haufen werfen und die Themen neu platzieren. Und was geschrieben wird, geht schnellstens online.

Da war vor einiger Zeit etwa die Geschichte des Autodiebes, den Polizisten schon auf der Autobahn 2 verfolgten. In Lehnin fuhr der Dieb ab, raste durch das Klosterstädtchen, schleudert in einer Kurve und prallte gegen einen Stromverteilerkasten. Sofort bildete sich eine Traube Schaulustiger um den Tatort. Das Auto stand unter Strom. Höchste Lebensgefahr für den Dieb und auch für die Beamten, hätten sie das Auto berührt, um den unverletzt gebliebenen Kriminellen festzunehmen.

So rückte der Stromlieferant an und die Männer der Freiwilligen Feuerwehr. Solch ein Vorkommnis muss schnell online. Binnen einer Stunde war der Artikel über den Autodieb unter Strom online auf der MAZ-Homepage und natürlich erschien der Bericht auch ausführlich in der Print-Ausgabe der Märkischen Allgemeinen.

Und was bedeutet Pressefreiheit? Es ist das verfassungsmäßige Grundrecht der Journalisten zur freien Beschaffung und Verbreitung von Informationen. Die Presse hat ein Auskunftsrecht, das heißt, die Polizei muss wie Behörden übrigens auch Journalisten Auskunft geben. Presse macht Demokratie transparent, deckt Skandale auf, benennt Gesellschaftsprobleme, schaut den Politikern auf die Finger.

Seine Meinung darf ein Journalist nur in einem als solchen kenntlich gemachten Kommentar äußern. Alle anderen Artikel müssen strikt neutral formuliert sein.

Von Marion von Imhoff

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg