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Brandenburg/Havel So sehen OFF-ART-Künstler ihre Heimatstadt
Lokales Brandenburg/Havel So sehen OFF-ART-Künstler ihre Heimatstadt
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13:35 09.12.2018
Das Aquarell "Altes Rathaus von Brandenburg" von Christian Rahn animierte auch für einen Schnappschuss mit dem Handy. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Wie magisch wird der Blick der Besucher der 19. OFF ART beim Betreten der Kunsthalle Brennabor von einem großformatigen Bild angezogen. „OFF ART“ hat der Künstler Marco Olesch das Gemälde genannt und darauf mehrere Motive wie Landschaftsmalerei, Stadtansichten und Abstraktes patchworkartig vereinigt. Eine Vielfalt, wie sie normalerweise bei einer OFF ART zu erwarten ist.

Erstmalig waren alle Teilnehmer aufgerufen ihre Werke unter ein Thema zu stellen. Und zwar wurde ein Bezug zu Brandenburg an der Havel erwartet. Mit mehr oder weniger Phantasie hielten sich die Künstler an die Vorgabe.

 

Doch bei dieser OFF ART ist manches ein wenig anders als in den Vorjahren. Alle eingereichten Arbeiten wurden zwar wiederum ohne Jury zugelassen. Doch erstmalig waren die Kunstschaffenden aufgefordert, ihre Arbeiten zu einem bestimmten Thema einzureichen: „ Eine Teilnahme an der 19. Freien Kunstausstellung OFF ART setzt voraus, dass alle künstlerischen Arbeiten einen Bezug zur Stadt Brandenburg an der Havel aufweisen“ hatte die Stadt als Veranstalterin vorgegeben. Eine weitere Vorgabe bestand darin, dass die Künstler möglichst in der Stadt gemeldet sein sollten.

Die Off Art 2018 ist eröffnet und Künstler sowie Besucher konnten sich die Werke anschauen oder auch die Gelegenheit zur Fachsimpelei nutzen. Quelle: Rüdiger Böhme

Auf diese Weise ist es gelungen, die Zahl der Teilnehmer zu halbieren und damit auch die Flut der eingereichten Kunstwerke einzudämmen. Statt wie sonst üblich mehr als 200 Exponate, stellen in diesem Jahr 42 Kunstschaffende knapp 100 Werke aus. Diese Reduktion ist der Ausstellung gut bekommen. Entstanden ist ein künstlerisches Panorama der Stadt Brandenburg.

Einhundertste Ausstellung

Christian Kneisel, ehemals Intendant des Brandenburger Theaters, ist ein leidenschaftlicher Befürworter der Kunsthalle Brennabor: „Sie ist die schönste Kunsthalle des Landes“, schwärmt er. Kneisel ist Kurator der Ausstellungen, die der Freundeskreis der Kunsthalle Brennabor ansonsten hier veranstaltet. Er hat diesmal auch die diesjährige OFF ART kuratiert – übrigens die einhundertste Ausstellung, die in der Kunsthalle gezeigt wird. Er hat die einzelnen Werke kunstsinnig angeordnet, so dass jedes individuell seine Wirkung entfalten kann.

Es macht Spaß, die Schönheit der Stadt Brandenburg aus der Perspektive der Künstler zu erleben. Sie haben in der Stadt wunderschöne Winkel entdeckt und sie in ihren Werken vorgestellt. Sandra Lack hat „Stille am Wasser“ genossen. Und Beate Hoffmann lädt mit ihrem stimmungsvollen Bild zum „Herbst an der Havel“ ein. „Am Turm“ hat Gisela Gröschke ihr Werk genannt, dessen Farbgebung den Betrachter zum träumen einlädt.

Als Organisator eröffnete Christian Kneisel die 19.Off Art 2018 Kunstausstellung in der Kunsthalle Brennabor. Quelle: Rüdiger Böhme

Dynamik pur strahlen die zwei großformatigen Fotos „An der Mostrichmühle I + II“ von Matti Matthes aus. Er hat Bäume fotografiert, die sich im Wasser des Grabens spiegeln, ebenso wie die bunt gefärbten Blätter, die der Herbstwind aufgewirbelt hat.

Mit viel Phantasie

Nicht alle Künstler haben sich strikt an die motivische Vorgabe gehalten. Dagmar Helene Meyer wohnt zwar in der Stadt, zeigt aber keine Stadtansichten. Mit einem schönen alten Rahmen hat sie ein Bild gerahmt, dass ein Bücherregal zeigt. Das Bild trägt den Titel „Meine Schätze“. Völlig aus dem Rahmen fällt das Werk von Beatrix Grothe mit dem Titel „100 Tage“. Dabei handelt es sich um eine Collage mit Blutzuckerstreifen. Verrückt.

"Auf Goldgrund Brennabor" aus der Serie Botschaften von Christiane Rita Gasse, holografisch Gold, Acryl, Malkarton 2017. Quelle: Rüdiger Böhme

Bisher haben alle OFF ARTs immer im Herbst im Monat Oktober stattgefunden.Wegen Umbauarbeiten in der Kunsthalle Brennabor war der Ausstellungsbeginn dieses Jahr auf den 7. Dezember verschoben worden. So können Besucher diesmal in der Weihnachtszeit die sehenswerte Ausstellung anschauen, die bis zum 18. Januar läuft. Geöffnet ist Mittwoch bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist ganz normal geöffnet.

Von Ann Brünink

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