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So soll Brandenburg an der Havel künftig sein

Stadtvermarktung So soll Brandenburg an der Havel künftig sein

Die Hülle ist neu, nun muss sie mit noch mehr Leben gefüllt werden. Dazu beigetragen haben mehr als 300 Brandenburger, die nun Verbesserungsvorschläge für ihre Stadt schriftlich formuliert haben. Diese geben den Stadtvermarktern einen eindeutigen Auftrag mit auf den Weg.

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STG-Chef Thomas Krüger mit Gewinnerinnen Simone Hoffmann (rechts) in Vertretung von Tochter Nicole sowie Karin Herfurth.

Quelle: André Wirsing

Brandenburg/H. Die Hülle ist neu, nun muss sie mit noch mehr Leben gefüllt werden. Dazu beigetragen haben mehr als 300 Brandenburger, die Verbesserungsvorschläge für ihre Stadt schriftlich formuliert haben.

Zwei Wochen lang gab es vom 6. bis 19. Mai in der Rotunde der Sankt-Annen-Galerie eine Ausstellung zum „Markenkern Brandenburg an der Havel“. Präsentiert wurde dabei das neue Design, das idealerweise auf allen Kopfbögen von Behörden und Institutionen, noch besser auf allen Werbematerialien von touristischen Anbietern in allerlei Kombinationen verwendet werden kann.

Zudem lagen überall Postkarten aus mit den Fragen: „Wovon sollte man in Brandenburg an der Havel nicht länger nur träumen?“ beziehungsweise „Wie könnte man in Brandenburg an der Havel (noch) glücklicher werden?“ „Wir hatten 380 Antworten, allerdings waren einige unvollständig oder es fehlte die Adresse“, sagt der Chef der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft STG Thomas Krüger. Über den 1. Preis kann sich Nicole Hoffmann freuen, sie gewann ein E-Bike. „Mein Freund hat mich ermuntert, bei der Befragung mitzumachen. Ich habe mir mehr Bio- und Feinkostläden in der Stadt gewünscht, damit man nicht immer dafür nach Werder oder Potsdam fahren muss“, erzählt die 22-Jährige. Den zweiten Preis - City-Schexs im Wert von 200 Euro – gewann Karin Herfurth, die erst seit sechs Monaten in der Stadt wohnt, die Liebe hat sie aus dem Mansfelder Land zwischen Halle (Saale) und Lutherstadt-Eisleben hierher verschlagen. „Brandenburg an der Havel ist wunderschön, das bestätigen auch Verwandte, Bekannte und Skatbrüder, die uns alle schon besucht haben.“

Das Team der STG hat nun alle eingegangenen Antworten ausgewertet und nach „Branchen“ geordnet. So findet sich in der Rubrik auch der Wunsch „weniger Meckerer“ oder „eine Fußballmannschaft aus der Stadt in einer oberen Liga“. Manche Menschen wünschen sich große Dinge, etwa den Wiederaufbau des Schwimmbades am Grillendamm, eine Therme auf dem Packhofareal oder ein bayerisches Brauhaus in der Stadt. Andere bleiben da fiel bescheidener, sie wünschen sich „eine funktionierende Uhr auf dem Neustädtischen Markt, genügend Beutelausgaben für Hundekot, mehr Fahrradständer, auch für Elektroräder, mehr öffentliche Toiletten und mehr Spielplätze. Für die Jugend sollte es einen Trampolinpark und öffentliche Graffitiwände geben, die Erwachsenen bevorzugen eine genügende Anzahl an kostenlosen Parkplätzen beziehungsweise ein Rückerstatten der Parkgebühren in den Läden. Mehr Läden und mehr Restaurants in der Innenstadt stehen ganz oben auf den Wunschlisten der Brandenburger.

Politische Diskussionen, die derzeit im Bund, in den Ländern und in anderen Kommunen geführt werden, schlagen natürlich auch im Kleinen durch: So gibt es den vielfachen Wunsch nach Abschaffen der Kitagebühren und der Elternbeiträge zum Schulessen.

Die STG wird alle Hinweise nun aufarbeiten und in die Kommunalpolitik tragen, weil dort üb er das Umsetzen entschieden werden muss.

Von André Wirsing

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