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Brandenburg/Havel So töpferten die alten Slawen
Lokales Brandenburg/Havel So töpferten die alten Slawen
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07:48 27.02.2018
Werktag im Brandenburger Slawendorf. Auch so kann man Keramik brennen. Quelle: Foto: B. Einbrodt
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Brandenburg/H

An einem kalten Februartag zog es die Brandenburger hinaus. Die Sonne wärmt noch nicht, aber es gibt ja die Feuerstellen. Dort, wo das Holz knistert und die Flammen lodern, sind nicht nur Kinder gern. Die Veranstalter von Zeitreise Brandenburg UG wissen das, und luden Samstag bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ein.

Nach dem Neujahrserwachen diesmal zum Herstellen von Aufbaukeramik. Ingrid Jahn aus der Havelstadt ist schon öfter ins Slawendorf gekommen. Sonne und Feuer im Winter, diese Kombination weiß sie zu schätzen. Jens Wiedecke, der Chef von Zeitreise, hatte alle Hände voll zu tun, um Holz zu hacken für die Feuerstellen. Die ursprüngliche Art der Feldbrände – aus Ton Keramik herzustellen - wollen sie authentisch nachgestalten.

Man braucht Zeit und Muße

Es braucht Zeit, um neue Gefäße mittels dieser alten germanischen Handwerkstechnik herzustellen. In der rund vierstündigen Prozedur konnten die Besucher erleben, wie der Aufwärmprozess vonstattengeht. Bis die Töpferware gut vorgeglüht abgedeckt wird, erklärt Wiedecke.

Man konnte zuschauen, wie aus Ton mittels dem sogenannten „Abmagern“ mit klein gemahlenem Granit oder Schamott die Grundmasse für neue Gefäße hergestellt wird. Dieses Keramikbrennen fand am vorigen Wochenende nicht das erste Mal statt. Und es wurden auch schon Töpferkurse angeboten. Kathrin Vogel stand aufmerksam und geduldig am Feuer.

Abmagern soll nur die Keramik

Sie arbeitet gern mit Ton, sagte sie der MAZ, slawische Gefäße interessierten sie. „Überhaupt“, schwärmt sie, „ist das hier immer eine schöne Atmosphäre. Mitten in der Stadt ist man in einer anderen Welt.“ Dass es im Slawendorf entspannt zugeht, gefiel auch den neuen Besuchern.

Katrin Wegner-Rohler und ihr Mann Jochen aus Belzig hatten in der MAZ darüber gelesen. Sie verspeisten eine deftige Haxe aus dem Holzbackofen. Denn „Abmagern“ sollten die Gäste nicht, das galt nur für den Keramikprozess. Das Slawendorf lebt: Das können die Gäste Ostern wieder erleben, wenn es heißt: „Frühling vor mehr als 1000 Jahren.“

Von Brigitte Einbrodt

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