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Brandenburg/Havel Gänsehaut garantiert: Beatles-Stücke auf dem Cello
Lokales Brandenburg/Havel Gänsehaut garantiert: Beatles-Stücke auf dem Cello
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15:42 30.07.2018
Auftritt der vier Cellisten im Brandenburger Dom. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Vier Russen haben am Sonntagnachmittag mit ihren Celli den Brandenburger Dom zum Beben gebracht. Ihre Virtuosität ist kaum zu übertreffen. Und auch nicht ihre Fantasie. Nicht eines der Werke, das sie gespielt haben, war ursprünglich für Celli geschrieben worden. Aber wenn den Musikern eine bestimmte Musik gefällt, dann adaptieren sie sie einfach für ihr Repertoire. Die neuen Arrangements schreibt Sergio Drabkin.

Für die Brandenburgischen Sommermusiken im Dom hat das Rastrelli Cello Quartett mit Kira Kraftzoff, Leiter des Ensembles, Kirill Timofeev, Mischa Degtjareff und Sergio Drabkin ein besonders schönes Programm zusammengestellt. Zunächst erklangen klassische Werke. Traumschön mit Gänsehaut-Effekt gelang den Musikern das Andante Cantabile aus dem Quartett Nr. 1 von Peter Tschaikowsky.

Warmer und samtiger Klang

Die Celli, in verschiedenen Höhen gestimmt, boten einen unvergleichlichen Hörgenuss. So hörte sich das Instrument von Kira Kraftzoff vor allem in den Soli fast so hell an wie eine Geige, behielt aber den warmen, samtigen Klang des Cellos, während die anderen Musiker mit dunklem Pizzicato einen weichen Klangteppich bildeten.

Einen faszinierenden Kontrast boten die Musiker mit „Solveigs Lied“ aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg mit zartesten Tönen zum Dahinschmelzen schön, um anschließend mit geballter Dynamik ebenfalls aus der Peer-Gynt-Suite „In der Halle des Bergkönigs“ zu spielen. Toll!

„Es gibt nur gute und schlechte Musik“

Dass sie auch ganz anders können, bewiesen die vier Cellisten mit dem Blue Rondo à la Turk von Dave Brubeck. Sie haben das Stück durchgehend gestrichen, so dass es mehr klassisch klang als groovy. Aber der Begriff „klassische Musik“ sage ohnehin wenig aus, hat Kira Kraftzoff festgestellt. „Es gibt nur gute und schlechte Musik. Damals zu Zeiten der Klassik strömten die Besucher scharenweise in die Konzerte so wie heutzutage in die Pop-Konzerte.“

Die Celli schluchzen „Michelle“

Die Beatles haben in den 1960er-Jahren mit mehr als 600 Millionen verkauften Tonträgern weltweite Erfolge gefeiert und Musikgeschichte geschrieben. Etwa 60 Jahre später haben die Musiker des Rastrelli Cello Quartetts die größten Erfolge der legendären Band wieder aufleben lassen. „Yesterday“ sangen die Celli und „Penny Lane“ und „Michelle“ schluchzten sie.

Geradezu aberwitzig virtuos gelang ihnen „St.Pepper‘s lonely hearts club band“. Teilweise in Medleys verwoben erklangen sie alle, die großen Hits der Beatles. Fazit: Das Rastrelli Cello Quartett hat mit seinem Spiel die Musik der Beatles sozusagen geadelt.

Das Publikum ist begeistert

Die Zuhörer im voll besetzten Dom waren jedenfalls hellauf begeistert, klatschten, schrien Bravo und pfiffen gellend.

„Wo wir Russen und Deutschen uns so gut verstehen, wäre es doch schön, wenn sich unsere Politiker an einem heiligen Ort wie diesem Dom mal zusammen setzten und gemeinsam ein Lied sängen“, sagte Kira Kraftzoff.

„Hey Jude“ stimmte das Quartett an und das Publikum summte die Melodie und sang den Refrain kraftvoll mit.

Ein faszinierendes Erlebnis!

Von Ann Brünink

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