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Brandenburg/Havel Sommerputz im Brandenburger Marienbad
Lokales Brandenburg/Havel Sommerputz im Brandenburger Marienbad
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07:50 26.07.2016
Schwimmmeister Torsten Dummann wechselt die Dichtungsringe der Wasserpumpen im Keller. Quelle: Annika Jensen
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Brandenburg/H

Eine ungewöhnliche Stille herrscht im Marienbad. Kein Planschen, kein Kindergeschrei, keine Trillerpfeife ist zu hören. Unterbrochen wird die Stille nur von fleißigen Arbeitern, die an allen Ecken und Enden des Schwimmbades werkeln. Es ist Revisionswoche. „Das heißt, das Bad ist für eine Woche, vom 18. bis zum 24. Juli, komplett geschlossen, damit die Wartungs- und Reinigungsarbeiten erledigt werden können, die während des Betriebes nicht möglich sind“, erläutert Betriebsleiter Jens Grosser. Er ist im Stress. Es ist viel, was bei einem so großen Schwimmbad ansteht und das alles muss in einer Woche erledigt sein. „In der Regel sind die Mitarbeiter zehn bis elf Stunden hier. Die muss man deswegen auch mal lobend erwähnen. Sie alle machen einen ziemlich guten Job“, freut sich Grosser.

Der Herr mit der Fernbedienung in der Hand ist Schwimmmeister Ralf Rech. Er saugt den Boden des Funbeckens. Quelle: Annika Jensen

Plötzlich kommt eine hoffnungsvolle Frau herein und fragt, ob wenigstens das Freibad geöffnet sei. Der Betriebsleiter muss sie enttäuschen. „Die umliegenden Seen haben auch ganz wunderbare Badestrände“, rät er ihr. „Obwohl ich natürlich nur ungern unsere Konkurrenz empfehle“, sagt er und lacht.

Zahlreiche externe Firmen greifen den Mitarbeitern des Marienbades unter die Arme. Es werden der Algenbefall in den Becken entfernt, die Fliesen und die Fugen mit Hochdruck gereinigt, die Pumpen im Keller gewartet, jede Edelstahlfläche gesäubert, der Rutschenturm gereinigt und versiegelt, die Fenster geputzt, im Sanitärbereich der Herren eine Wand komplett eingerissen und erneuert. In der nächsten Woche geht es dann weiter. Allerdings soll dann der Betrieb wieder anlaufen. „Mit Einschränkungen können die Gäste dann wieder schwimmen“, so Grosser. So stehen für die nächste Woche der Rutschenturm, die 25-Meter-Halle und das Dach auf dem Plan. Die 25-Meter-Halle soll aber schon am Mittwoch wieder nutzbar sein, hofft Grosser.

Das Bad wird geputzt. Quelle: Annika Jensen

Dabei haben sie dieses Mal Glück. „Im vergangenen Jahr mussten wir ganze zwei Wochen schließen. Da mussten wir die komplette Wassertechnik erneuern. Das kostete 100.000 Euro“, so Grosser. In diesem Jahr müssten sie nur etwa 40.000 Euro investieren. Es fallen nur normale Reinigungs- und Wartungsarbeiten an.

So auch im Keller des Schwimmbades, den heiligen Hallen. Es ist laut, überall sind mächtige Rohre, Ventile, zahllose Druckanzeigen. Der Schwimmmeister Torsten Dummann hat hier seinen Arbeitstisch aufgebaut. Er wechselt die Dichtungen der Wasserpumpe aus, über ihm das 25-Meter-Becken. „Ich muss mich nun aber beeilen, wir wollen das Wasser schnell wieder ins Becken lassen“, sagt Dummann.

Warum gerade jetzt? „Nun, wir schließen immer in der Woche, in der die Sommerferien beginnen. Wir haben viele Kooperationen mit Schulen und Vereinen. So beeinträchtigen wir keinen Schwimmunterricht und keine Wettkämpfe.“ Viele Gäste würden bei den Temperaturen außerdem auf die schöne Seenlandschaft im Stadtgebiet ausweichen können.

Von Annika Jensen

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