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Brandenburg/Havel Sonnensegel kauft Grundstück und will anbauen
Lokales Brandenburg/Havel Sonnensegel kauft Grundstück und will anbauen
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11:14 07.03.2018
Kunstprojekt in der Galerie Sonnensegel: Jan Beumelburg (l.) und Susanne Lehmann arbeiten gemeinsam mit Kindern. Quelle: Annika Jensen
Brandenburg/H

Es war ein kurzes, aber heftiges Bietergefecht am Dienstag im Amtsgericht in Potsdam. Und es fand am Ende mit dem Sonnensegler Matthias Frohl einen Sieger, der sich seit Jahren um die künstlerische Bildung der Jugend verdient macht.

Für etwa 24 000 Euro gelangte jetzt die Jugendkunstschule Sonnensegel in den Besitz des etwa 90 Quadratmeter großen Grundstücks direkt neben der alten Lateinschule am Brandenburger Gotthardtkirchplatz. Wo viele Jahre lang eine Ruine stand, die vor wenigen Jahren beräumt wurde, sollen in nicht allzuferner Zukunft junge Menschen lernen, was künstlerische Bildung bedeutet.

Kauf war offenbar von langer Hand geplant

Auf Nachfrage bestätigte Frohl am Dienstagabend den Kauf der Immobilie, verweigerte aber weitere Details. Er wolle, so Frohl, erst am Sonnabend die Mitglieder des Sonnensegel-Vereins informieren und sich dann der Öffentlichkeit stellen.

Der Kauf scheint von langer Hand geplant. Denn schon bei der Befragung der Oberbürgermeisterkandidaten vor einiger Zeit hatten Vertreter der Kunstschule deutlich gemacht, dass es günstiger für die Stadt sein werde, in Eigentum zu investieren, als in Miete.

Seit Jahren hat die Kunstschule den Eckladen an der Mühlentorstraße für die Gutenberg-Druckerei gemietet. Etwa 1000 Euro im Monat zahlt die Stadt dort als Miete. Würde die Stadt das Geld auf fünf oder zehn Jahre vorstrecken, kämen 60 000 bis 120 000 Euro zusammen.

Neubau böte mehr Platz für die Arbeit

Mit diesem Geld ließe sich eine Anschubfinanzierung für einen Neubau auf dem kleinen Grundstück sicherstellen. Mit Fördermitteln, Eigenleistung und Spenden könnte an dieser Stelle in wenigen Jahren ein neues Sonnensegel aufgespannt werden, das sowohl Platz für die Druckerei als auch kleine Ausstellungen und eine Werkstatt böte.

Mit bei der Zwangsversteigerung waren Vertreter der städtischen Liegenschaftsverwaltung, die den Verkauf an Sonnensegel zustimmten, indem sie auf ein Vorkaufsrecht verzichteten. Die Galerie Sonnensegel ist die bekannteste Jugendkunstschule der Stadt.

Allerdings gelang es bezüglich der öffentlichen Wahrnehmung und der Qualität der Wredowschen Zeichenschule unter der Regie von Detlef Karg, Klaus Lietze und Tobias Öchsle erheblich Boden gutzumachen. Im kreativen Wettbewerb untereinander hat jetzt die Galerie Sonnensegel einen weiteren Schritt unternommen, der Mut für die Zukunft der kunstinteressierten Jugend macht.

Von Benno Rougk

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